#877 – Die Kurve des Vergessens.

Die Kurve des Vergessens
Bild von Hands off my tags! Michael Gaida auf Pixabay
Den heutigen Podcast solltest du nicht vergessen. Gleich vier wichtige Impulse bringen dich und dein Leben voran. Aber Vorsicht nach 20 Minuten ist ein großer Teil von dem Erlernten schon wieder weg.   Wieso? Weshalb? Warum? Das erfährst du heute in meinem Podcast.  

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#877 – Die Kurve des Vergessens.

Transkript

Die Kurve des Vergessens

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Wie ging das denn noch, das heißt auf Englisch, warte mal, ich sage ja… Oah fuck! Nee, nee fuck mein ich nicht. Mensch, wie hieß das noch auf Englisch? Und wie war denn noch gleich der einfachste Akquise-Satz der Welt. Ja, warte mal, warte mal, den habe ich gleich… Augenblick, das war, genau, das war: „Darf ich sie heute über die innovative Produktpalette eines zukunftsorientierten Unternehmens beraten?“ Nee, der war’s doch nicht, der ist nämlich für’n Arsch. Ja, oh Mann, warum vergesse ich das alles bloß immer wieder? Tja. Siehst de? Da haben wir den Salat!

Kennst du die Kurve des Vergessens?

Ich könnte dich auch fragen: Warum ist es so wichtig, Gelerntes immer wieder anzuwenden? Doch maybe hast du es schon vergessen.

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, – also erwachsene Menschen –, nach rund 20 Minuten des frisch Gelernten bereits 40% wieder verlernt haben.

Also, du bist ein erwachsener Mensch, du lernst etwas ganz frisch, und nach 20 Minuten 40% schon wieder weg. Nach einer Stunde, nach 60 Minuten sinkt die Halbwertszeit des Wissens schon auf 45%. Ist jetzt nicht so ein riesengroßer Unterschied, aber nach einer Stunde, weißt du, die Hälfte von dem, was du gerade gelernt hast, ist weg. Nach einem Tag, wir können auch sagen nach 24 Stunden, ja, da erinnern wir uns vielleicht bei klarer Luft und Sonnenschein und einem guten Espresso allenfalls noch an ein Drittel. An ein Drittel. An 33%, der Rest ist weg. Und bemerkenswert für dich ebenfalls: Nach nur 6 Tagen ist unser Erinnerungsvermögen auf 23% geschrumpft. Auf lange Sicht, sagen die Psychos da, die Psychologen, auf lange Sicht behalten wir gerade mal 15% des Erlernten. Also, was sie mit lange Sicht meinen, das habe ich jetzt nicht rausgefunden, das stand nicht dabei. Vielleicht haben sie es vergessen. So, und jetzt speichere dir mal diese Zahlen, die ich dir gerade genannt habe, dauerhaft ab. Ich bin gespannt.

Wenn du in der Zukunft mehr in deiner Birne behalten willst, im noch besseren Fall das Gelernte auch natürlich in der Praxis umsetzen willst, dann gebe ich dir hier jetzt meine reichen Impulse. Davon habe ich heute für dich vier Stück. Kannst du dir merken.

  • Erstens:
    Beschäftige dich mit Dingen, die du wirklich brauchen kannst für dein Leben und deine Zukunft.

    Das heißt, lerne nicht einfach nur eine Fremdsprache, nur um deine Zellen irgendwie in Gang zu halten. Das Wissen deiner intrinsischen Motivation, deine PLD-s, das ist ein Wissen, dass dich wirklich bereichert, das kannst du jeden Tag benutzen. Aber wenn du eine Fremdsprache lernst, nur um deine Zellen in Gang zu halten, dann hast du nix davon.

  • Zweitens:
    Nehme lieber jeden, – ich wiederhole: jeden, und ich meine wirklich JEDEN Tag –, nehme dir eine Viertelstunde Zeit, um das zu lernen, was dich weiterbringt.

    Also, lieber jeden Tag eine Viertelstunde, um das zu lernen, was dich weiterbringt, denn wenn du 6 Tage Pause machst, musst du ja schon wieder 77% aufholen von dem, was du vergessen hast. Du erinnerst dich, was ich dir vorher erzählt habe.

  • Dritter Impuls: Okay, das ist kein neuer Tipp, dafür ist er effektiv und leicht zu merken.
    Wenn du dir Dinge notierst, die du dir merken willst, ich wiederhole: wenn du dir Dinge notierst, – also aufschreibst –, die du dir merken willst, transformierst du diese Worte gleichzeitig in Bilder.

    Also, dein Hirn braucht Bilder, denn an Bilder können wir uns besser erinnern.

  • Viertens:
    Du kannst auch die sogenannte Mnemo, das schreibt sich MNEMO-technik, Mnemotechnik anwenden.

    Da sind die alten Griechen draufgekommen. Da will ich jetzt gar nicht so viel drüber erzählen, das kannst du meinetwegen auch googlen: Mnemotechnik und so kannst auch mal was machen. Und die alten Griechen konnten sich nämlich nicht merken wie die Himmelsrichtungen sind. Norden, Osten, Süden, Westen haben die nicht in die Birne gekriegt. Und dann haben sich die alten Griechen gesagt: „Ach, warte mal, wir machen daraus: ‚Nie ohne Seife waschen‘.“ Norden, Osten, Süden, Westen, Nie ohne Seife waschen. Und das Ding, das wirst du behalten auch noch in einigen Tagen.

Ach ja und noch was. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie vergesslich bist du?

Von eins bis wie viel?

Von eins bis zehn.

Und was war die Frage?

Ach, vergiss es!

Mir fällt noch etwas ein: hätte ich ja fast vergessen. Am Samstag kommt ein spannendes Interview in meinen Podcast. Ein Typ, der wirklich – ich sag mal so – positiv bekloppt ist. Hör also gerne rein. Es ist der Auftakt zu einer wirklichen langen und spannenden Interview-Serie. Boah, wie gut, dass ich daran gedacht hab. Ich hätt’s jetzt fast vergessen.

Also, das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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