#861 – Minimalismus. Wenn weniger mehr ist.

Minimalismus. Wenn weniger mehr ist.
Foto von Sorapong Chaipanya von Pexels

Minimalismus ist eine Antwort auf Überfluss und Überreizung. Wir konsumieren und konsumieren, Dinge oder auch Social Media, um uns glücklicher zu fühlen. Doch unterm Strich entsteht Stress.
Wieso? Weshalb? Warum?

Das verrate ich dir heute in meinem Podcast.

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Transkript

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Minimalismus. Wenn weniger mehr ist.

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute will und werde ich mit jemand über Dinge reden, also über Gegenstände, und warum diese bei dir Stress verursachen können.

Es ist fast egal, wo wir unterwegs sind, draußen – wenn du das noch kennst – oder online im Internet.

Von überall werden wir angeplerrt: „Los, kauf mich!“, „Hey, du brauchst mich!, Nimm mich mit nach Hause!“ oder „Hol mich hier raus! Ich will endlich zu dir!“.

Und immer wieder und wieder fallen wir drauf rein. Und dann steht der Ramsch zu Hause im Weg rum.

Warum tun wir Menschen das? Ganz einfach. Wir wollen uns damit glücklicher fühlen.

Das Blöde ist: wir tun es auch.  Es ist tatsächlich so, dass es sich gut anfühlt und wir für einen Moment glücklich sind. Doch eben nur für eine banal kurze Zeit, und dann müssen wir wieder was Neues haben. Doch auch das hält nur kurz an und stillt dieses Verlangen einfach nicht.

Genauso wie Fastfood oder eine Tüte Chips. Du futterst das Zeug und bekommst dadurch immer mehr Appetit. Dann futterst du und futterst und wirst jedoch nicht satt. Wenn die Chipstüte leer ist, bereust du es dann auch noch und sagst zu dir selbst: Ich habe mich einfach nicht unter Kontrolle. Dein Selbstwertgefühl sinkt so schnell wie ein Stein, den du ins Wasser geworfen hast.

Vor vielen Jahren habe ich mal den Satz gehört: „Glückliche Menschen shoppen nicht.“

Das habe ich dann beobachtet und kann es bestätigen. Wir reden uns immer nur ein, dass das Shoppen und Ramsch kaufen glücklich macht. Wir rechtfertigen unser Verhalten vor uns selbst und natürlich auch vor unserem Umfeld. Also, schau dich mal um: wer hier in Deutschland fährt mit einem rostigen Auto durch die Gegend? Ich sehe da nur eins unter 10 000. Guck mal in andere Länder auf der Welt: Die haben Autos, die sind 30 Jahre alt und noch älter, mit Beulen und Rost. Doch die Menschen sind damit zufrieden. Und hier, immer wieder Mal ein neues Auto, alle 2-3 Jahre, neue Schuhe, neue Jeans, neues Sakko, neues Hemd, neues Kleid, neue Handtasche.

Die Frage: Ist weniger wirklich mehr? Ich sage aus eigener Erfahrung: Ja.

Warum? Wieder ganz einfach:

Wenn du weniger Zeug hast, wenn du weniger Gegenstände hast, wenn du weniger materielle Dinge hast, dann hast du einfach mehr Zeit für andere Dinge des Lebens.

Wie war das denn bei den sieben Zwergen? Haben die mal gesagt: „Wer hat von meinem Teller gegessen? Wer hat in meinem Bett geschlafen? Wer hat aus meinem Becher getrunken?“ Also, ein Teller, ein Becher, ein Bett.

Und wenn wir hier, bei uns zu Hause eines immer noch zuviel haben, dann sind es Kaffeebecher. Die haben sich hier irgendwie alle reingeschlichen. Viele haben wir gekauft, die haben uns auch angebrüllt: „Los, nehme mich mit nach Hause! Hole mich hier raus!“ Und viele haben wir geschenkt bekommen. Nun stehen sie bei uns schön in der Vitrine hinter einer Glastür, also, sieht schön aus. Brauchen wir die? Nein! Jeder, jeder bei uns hat seinen Lieblingsbecher. Maria hat ihren, Lotta hat ihren und ich hab meinen. Und wir nehmen in der Regel immer jeder den gleichen Becher. Also, seinen eigenen Lieblingsbecher.

Und nun, schau dich doch mal bei dir in deinen eigenen vier Wänden um. Was siehst du?

  • Du siehst wahrscheinlich den überquellenden Kleiderschrank.
  • Du siehst wahrscheinlich zu viele Spielsachen der Kinder, wenn du Kinder hast.
  • Du siehst als Mann sehr wahrscheinlich 28 weiße Hemden, und dann siehst du als Frau – kleines Vorurteil – oder auch als Mann noch 38 Paar Schuhe.
  • Dazu kommt dann noch: 13 Kochbücher mit den ultimativen Rezepten. Rezepten, die du bisher noch nie ausprobiert hast.

Und weißt du, was das doofe daran ist?

All diese Dinge schreien ständig mal laut und mal leise nach Aufmerksamkeit, und dann, statt dich glücklicher, entspannter, zufriedener zu machen, verursacht der ganze Krempel bei dir Stress.

Wenn dann noch der Keller oder der Dachboden, die Garage oder der Schuppen nach Aufmerksamkeit schreit, ja, was denn dann? Dann rennst du weg und gehst shoppen.

Was für ein bekloppter Teufelskreis?

Also, lass mal gucken, was du mit dir alles so rumschleppst und was in den Ecken, in den Kellern, in den Dachböden oder im Gästezimmer bei dir alles so rumsteht.

Und dann trifft doch einfach mal die klare Entscheidung, wirklich minimalistischer zu leben, denn der überquellende Kleiderschrank will beachtet werden, die Spielsachen der Kinder wollen repariert werden, 28 weiße Hemden brauchen noch Platz im Kleiderschrank, 38 Paar Schuhe, da sind immer welche kaputt oder gehen sogar verloren. 13 Kochbücher mit ultimativen Rezepten, tja, die können anfangen zu nerven.

Zuviel Auswahl. Anstatt wirklich bewusst zu leben, wirst du durch diesen ganzen Gedanken im Hinterkopf und in deinem Unterbewusstsein ständig abgelenkt.

Der gleiche Effekt trifft auch beim Social-Media-Konsum auf.

Hier fordern nicht Dinge, sondern Menschen von außen deine Aufmerksamkeit für IHR Leben und IHREN Kleiderschrank. Die wollen dir ständig sagen: „Guck mal hier, wo ich lebe! Guck mal, was ich alles habe!“ Und wir gucken hin.

Mein reicher Impuls, also für dich, heute, am Montag:

  • Erstens: Bleib mal bei dir und frage dich, ob du all die Dinge und all diesen ganzen Social Media Konsum, diese Schauplätze wirklich brauchst?
  • Zweitens: Wenn nicht, ich garantiere dir, wenn du ehrlich zu dir bist, wirst du erkennen, dass du so viel wie du hast, nicht brauchst.
  • Drittens: Also, entsorge, verschenke oder verkaufe Gegenstände, die zu viel da sind.
  • Viertens: Fange gern einfach in kleinen Schritten an.
  • Fünftens: Mach eine Pause in Social Media und stelle dir einen Timer an. Also wenn du schon reingehst in TikTok, Instagram, was weiß ich, wo du überall bist, dann mach’s nur eine begrenzte Zeit, damit du dich da nicht verlierst.

Noch mehr Infos zu diesem ganzen Thema findest du auf der Seite: die-reich-methode.com.

In dem Sinne, viel Spaß damit! Ich bin gespannt, was bei dir alles rausfliegt! Aber biete mir bloß nichts zum Kauf an!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

 

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