#843 – Alles, was beachtet wird, verstärkt sich. Alles, was man weniger beachtet, schwächt sich ab.

Alles, was beachtet wird, verstärkt sich.
Bild von StockSnap auf Pixabay

Alles, was beachtet wird, verstärkt sich. Ist dir das schonmal aufgefallen? Wenn der Arzt zu dir sagt: „Achtung, gleich pikst es.“?

Wer kennt nicht diesen Satz, wenn der Zahnarzt seine Betäubungsspritze setzt? Spätestens dann fühlen wir uns äußerst unwohl und verkrampfen auf dem Behandlungsstuhl…

Warum das so ist und wie du dieses Phänomen für dich nutzen kannst, das erfährst du heute in meinem Podcast.

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Alles, was beachtet wird, verstärkt sich. Alles, was man weniger beachtet, schwächt sich ab.

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute habe ich eine etwas längere Überschrift, die da heißt: Alles, was beachtet wird, verstärkt sich. Alles, was man weniger beachtet, schwächt sich ab.

Und das ist nix anderes als ein Grundsatz der Psychologie.

„Achtung! Gleich piekst es.“ Wer kennt nicht diesen Satz, wenn der Zahnarzt seine Betäubungsspritze setzt. Oder, jetzt aktuell, vielleicht sogar die Corona-Spritze. Ich meine, das macht nicht der Zahnarzt, es macht natürlich ein anderer schon klar. Spätestens dann fühlen wir uns äußerst unwohl und verkrampfen auf dem Behandlungsstuhl, also, auch wenn ich, der Thomas, keine Angst vor dem Zahnarzt habe. Meine oder unsere Zahnärztin, also Thomas, Maria, Lotta oder Maria, Lotta, Thomas ist auch eine Freundin von uns. Und ich hab keine Angst vorm Zahnarzt, trotzdem spüre ich, wenn ich bei einer sogenannten PZR Behandlung bin (PZR : professionelle Zahnreinigung), wie mein Körper, – obwohl ich wirklich keine Schmerzen habe bei dieser Behandlung, – wie mein Körper irgendwie immer von selbst verkrampft. Wenn ich das spüre, diese Verkrampfung, dann lockere ich mich wieder, doch zwei Minuten später, zack, schon wieder alles irgendwie angespannt. Ich meine, klar, da fummelt dir einer im Mund rum mit irgendwelchen Werkzeugen, und da sagt unser Körper, unser Unterbewusstsein: Aufpassen, da ist ein Eindringling! Ich weiß jetzt gar nicht, wie das bei einer Darmspülung funktioniert. Habe ich das richtig gesagt? Ich weiß gar nicht, wie das bei einer Darmspiegelung funktioniert. Wird da der ganze Hinteren betäubt, dass sich da nix verkrampft, oder wie geht das… Sorry für die Bilder im Kopf!

Also, Psychologen haben zusammen mit anderen Wissenschaftlern in einer Studie nachgewiesen, dass nicht nur bestimmte Reizwörter sondern auch vorgestellte Bilder den Schmerz verstärken. Das heißt, Bilder, die wir uns im Kopf vorstellen, können diesen Schmerz verstärken. Und mit Hilfe der funktionellen, sogenannten Magnetresonanztomographie ermittelten sie, dass schon alleine bestimmte Wörter wie „bohren“, „krampfartig“ oder „kneifen“ Hirnregionen aktivieren, in denen die Schmerzreize verarbeitet werden. Das heißt, Wörter können also das subjektive Empfinden von Schmerz verstärken, wenn du das Wort noch dazu hörst.
Das gilt auch für Wörter wie „Finanzamt“, „Steuererklärung“, „Rocker“ – vielleicht haben einige vorm Rocker immer Angst – „Verkaufen“ oder „Akquise“. Ja, da gilt es genauso.

Kann sein, also es kann wirklich sein, dass du noch nie in deinem Leben von der Magnetresonanztomographie gehört hast, das heißt abgekürzt einfach nur MRT und davon hast du sicherlich gehört.
Ja das ist ein sogenanntes bildgebendes Verfahren, das vor allem eben in der medizinischen Diagnostik angewendet wird, um Strukturen und Funktion der Gewebe und Organe im Körper darzustellen. Mehr ist es im Grunde nicht. Man könnte auch sagen, da wirst du gentgt auf eine besondere Art und Weise, auch wenn ich jetzt kein Arzt bin.

Und bei den Psychologen, Wissenschaftlern wurden den sogenannten Probanden Wörter wie „bohren“ oder „krampfartig“ vorgelesen, und es zeigte sich im Grunde sofort, dass im Gehirn genau die Regionen aktiviert wurden, in denen die Menschen diese Schmerzen verarbeiten. Finde ich total interessant. Und interessanterweise geschah bei kranken Menschen das sogar noch stärker als bei Gesunden. Und da ist die Ursache, dass z.B. die Migränepatienten deshalb schon bei Wörtern schmerz-sensibel reagieren, weil sie im Gedächtnis bereits viele schmerzhafte Erfahrungen damit verbunden haben.

Das heißt, dass, wenn du schon über deiner Steuererklärung sitzt und dann noch jemand kommt und dir erzählt: „Boah, Finanzamt! Ich hatte letztens Schwierigkeiten.“, dann wird es immer schlimmer.
Oder auch diese Sätze: „Der Schmerz sitzt mir wie ein Keil im Kopf.“ Das ist eine Metapher, und die wird gleich zum Selbstläufer.

Und der Arzt, der sollte bei der nächsten Spritze einfach mal darauf achten, nicht auf den schmerzenden Pieks hinzuweisen, sondern im Gegenteil, den Patienten durch eine Frage ablenken. Aber im besten Fall nicht nach der letzten Steuererklärung, dann ist auch wieder Schmerz da.

Was ist jetzt mein reicher Impuls daraus für dich? Ganz einfach.

Alles, was du in deinem Leben beachtest, verstärkt sich, in dem Moment, wo du bereits an Wörter oder Bilder denkst, die mit Schmerzen verbunden sind, können Schmerzen aktiviert werden.

Ja, die werden ausgelöst oder zumindest können sie verstärkt werden.

Es wurde außerdem auch festgestellt von den Psychologen, Wissenschaftlern, dass Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, erfahrungsgemäß häufiger darüber sprechen, und dadurch wiederum ihre Beschwerden sich verstärken. Es ist ein Teufelskreislauf.

Wichtig ist also für dich:

Konzentriere dich darauf, was du in dein Leben reinholen willst.
  • Also, wenn du einen besseren Job reinholen willst, dann konzentriere dich auf einen besseren Job, auf Unternehmen, wo du mehr Lust hast zu arbeiten.
  • Wenn du mehr Geld reinholen willst, dann konzentriere dich auf Geld, und wertschätze Geld, behandle Werte gut und so weiter.
  • Wenn du eine schönere, neue Wohnung haben willst, oder an einem anderen Ort, dann konzentriere dich darauf, ja, dass du sie auch findest.

Sag dir nicht die ganze Zeit: „Sowieso schwierig, einen besseren Job zu finden! Geht nicht. Mehr Geld geht auch nicht. Und schöne Wohnungen sind alle schon vergeben…“ Da musst du dich nicht wundern, dass du sie nicht bekommst.

Denn, wenn du daran denkst, dass du sie nicht bekommst, verstärkst du es ja auch.
  • Also, rede mit denen, wenn du einen neuen Job haben willst, rede mit Menschen, die gerade einen neuen Job bekommen haben. Die wissen, wie das geht.
  • Wenn du mehr Geld verdienen willst, rede mit denen, die das auch geschafft haben.
    Frage Menschen: Wie haben Sie es geschafft, mehr Geld zu verdienen? Oder wenn es gar nicht darum geht, mehr Geld zu verdienen, sondern einfach nur, mehr Geld auf die Seite zu legen, dann rede auch mit denen, die es geschafft haben.
  • Und wenn du eine schickere Wohnung willst, rede mit denen, die eine haben, und frage sie, wie sie die bekommen haben.
Heißt also: Legt den Fokus auf das, was du willst, und nicht auf das, was du nicht willst. Ganz einfach.

Also der Fußballer, – schönen Gruß, Andrea – der Fußballer konzentriert sich beim Freistoß auch darauf, den Ball genau so zu treffen, dass er ihn ins Tor bekommt. Sonst wird’s ja nix bringen. Also, wenn der Fußballer sich darauf konzentriert: „Oh, Gott, oh Gott, oh Gott, hoffentlich schieße ich nicht vorbei“, ja, dann haut er das Ding natürlich irgendwie am Pfosten vorbei oder schießt oben über die Latte.

Und noch ein Ergebnis von den Wissenschaftlern: Wenn ein Patient mit seinem Arzt über seine Schmerzen spricht, und dieser, also der Arzt, zu verstehen gibt, dass sie mittels der von ihm vorgeschlagenen Therapie die Schmerzen lindern können oder sogar gänzlich beseitigen können, – also nur, wenn der Arzt es sagt – sorgt es dafür, dass die Schmerzen schneller und deutlicher zurückgehen.

Es hängt nämlich immer auch von der Erwartungshaltung, von dem inneren Glauben ab, wie stark Schmerzen empfunden werden oder eben nicht.

Es gibt ja diese Männer: „Ja, das ist alles Drama.“ Da ist ein leichter Kopfschmerz, dass gleich, dass der Kopf runterfliegt.

Und so ist es auch im Coaching. Da gibt es viele Erwartungen an den Coach.

Doch wie es auch Ärzte gerne mal sagen: „Lieber Patient! Ich brauche ihre Mitarbeit.“ Und dann sagen sie am Schluss: „Gute Besserung! Wir sehen uns dann am nächsten Freitag wieder.“

  • Also, schau hin, was du willst.
  • Leg’ darauf den Fokus und rede mit den Menschen darüber, die das, was du gerne möchtest schon haben oder schon erreicht haben. Die kennen den Weg.
  • Und such dir wirklich nur Menschen, die auf deiner Seite sind.

Wie auch der Arzt. Ein Arzt ist immer pro Patient. Der ist für den Patient. Er ist nicht gegen den Patienten. Der ist für den Patienen. Und es hilft, mit so jemandem zu sprechen, der eben auch genau darüber Bescheid weiß, was bei dir los ist.

Okay, also auch, wenn es heute ein bisschen wirr gewesen ist vielleicht für dich – wir haben ja mit dem Pieks da angefangen –, tut das, was du für richtig hältst, und spreche mit denen, die sich damit auskennen.

In dem Sinne, das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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