Warum bin ich unglücklich obwohl alles gut ist? (#834)

Warum bin ich unglücklich obwohl alles gut ist? Wenn man alles hat sich aber innerlich leer fühlt. Woher kommt dann das Glück? ♥ Los geht’s!

Du lernst:

  • So unglücklich können erfolgreiche Menschen sein.
  • Wo wir das Glück suchen aber nicht finden.
  • Warum Glücksmomente schnell wieder vergehen.
  • Wie du dauerhaft Glück und Zufriedenheit finden kannst.

Du bist unglücklich?

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Warum bin ich unglücklich obwohl alles gut ist? (#834)

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Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute geht es darum, wie das ist, wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist. Also warum ist man unglücklich, obwohl alles gut ist?

Unzufrieden trotz Erfolg?

Wenn man sich trotz allem innerlich leer fühlt, woher kommt dann das Glück? ♥

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, da gab es einen Musiker, und der war als junger Mensch in einer Band. Er war ein Sänger, ein Sänger unter vielen. Eines Tages, als die Band schon relativ erfolgreich war, da beschloss er, dass er seine Solokarriere startet. Er hat dann ein Album produziert und brachte es auf den Markt. Eine Woche nach Erscheinen war es in den Top Ten von Amerika. Eine weitere Woche später lag es in den USA, also in Amerika, auf Platz Nr. 1. In derselben Woche wurde es ebenfalls Nr.1 in England und eine Woche später in ganz Europa, dann in Japan, in China, in Australien, der halbe afrikanische Kontinent und dann irgendwann tatsächlich Platz 1 auf der ganzen Welt.

Jetzt ganz kurz nur so reingeworfen: die bestverkaufte Platte von Elvis Presley, – und den meine ich jetzt nicht – das war „Hound dog“, mit 9 Millionen Platten!

Und der Musiker, von dem ich rede, der hatte von diesem Album, das er rausgebracht hat, insgesamt sagenhafte – halt dich gut fest – 115 Millionen Exemplare verkauft! 

Und eins davon hatte ich auch. Und du, wenn du in meiner Altersklasse bist, wahrscheinlich auch. Oder es steht immer noch in deiner Plattensammlung. Noch heute steht es so unangefochten im Guinness Buch der Rekorde. Da bin ich sehr sicher, auch wenn ich das jetzt nicht genau recherchiert habe. Aber auch heute noch im Jahr 2021 ist sie der meist verkaufte Tonträger aller Zeiten.

Und es gibt ja den Oscar in der Musikindustrie, den Grammy. Und im Jahr dieser Veröffentlichung von dieser Platte da hat dieser Musiker tatsächlich 8, also 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Grammys auf einmal gewonnen.

“Nie zuvor und auch niemals mehr danach hat ein Künstler jemals so viele Grammys bekommen.”

Und jetzt mal unter uns, das ist doch wohl die Biografie eines wirklich erfolgreichen Menschens, oder?

  • Also, der hat doch jetzt alles!
  • Da kann er doch nicht unzufrieden sein, oder?

Ich verrate jetzt, wer dieser Typ ist. Oder wer er war, er ist verstorben.

Ein unglücklicher 300-facher Millionär

Der Musiker war Michael Jackson. Und das Album hieß und heißt immer noch: Thriller. Michael Jackson wurde 300-facher Millionär.

Gut, das ist jetzt schon viele Jahre her mit ihm. Da waren 300 Millionen wahnsinnig viel Geld. Heute bist du vielleicht im Gegensatz zu Jeff Bezos und hier Marc Zuckerberg und Konsorten, da bist du vielleicht doch ein armer Schlucker, weil die haben ja Milliarden. Die haben ja nicht mehr Millionen, die haben Milliarden.

Aber zu dieser Zeit war Michael Jackson 300-facher Millionär, und er war einfach schweinereich. Und das ist doch wohl eine Erfolgsstory.

“Und wir lesen solche Biografien mit einer Mischung aus Neid, aus Bewunderung und aus Sehnsucht.”

Und denken ein bisschen an unsere eigene Unzufriedenheit. Und die ganzen Millionen von Musikern in dieser Welt, auf dieser Welt, die träumen auch so einen Traum.

  • Die wollen so viel Erfolg,
  • so viel Anerkennung,
  • so viel Bewunderung,

und sie wollen gerne mal auf einer Bühne stehen vor 60 000 Menschen, 80 000 oder noch mehr. Und sie wollen dann auch, dass sich alle Magazine um sie reißen, um ein Interview. Sie wollen in die Talkshows der Welt und sie wollen einfach eben in jede Sendung reinkommen, um zu zeigen: Ich bin es!

Und Michael Jackson, der hatte dieses Leben. Michael Jackson, der war das. Der war in allen Talkshows der Welt. Überall wurde der begafft und überall wurde er eingeladen und überall haben sich die Journalisten um ihn gerissen.

War Michael Jackson glücklich?

Und jetzt kannst du mal folgendes tun, das kannst du selbst heute noch tun, heute im Jahr 2021. Du kannst beliebige Menschen in der Fußgängerzone fragen, egal wo du bist auf der Welt:

“Sag mal, war Michael Jackson ein glücklicher Mensch?”

 

Und du wirst hören in acht von zehn Fällen:

“Nee, war der nicht.”

“Der war mit seiner Situation doch immer irgendwie unzufrieden.”

Viele sagen dann allerdings im Anschluss:

  • Ja, das lag ja an seinen Schönheitsoperationen, 
  • das lag an den Prozessen, die er bekommen hat.
  • Es lag dann später, an seinen finanziellen Problemen,
  • und an der bösen Presse,
  • an falschen Beratern,
  • …und all den Dingen.

“Andere sind Schuld, dass er doch nicht glücklich war.”

Wo versteckt sich das Glück?

“Dem liegt ein Glaube zugrunde, dass wenn man nur alle äußeren Umstände im Leben in Ordnung bringt, ja dass wir dann zwingend ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben als Resultat haben.”

Doch das ist ein tiefer Irrtum.

 

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Das heißt, wir suchen unser Glück und unsere Lebensfreude, wo sie nicht gefunden werden können.

Und hey, ich nehme mich davon nicht aus. Ich bin da noch nicht drüber weg über diesen Punkt.

“Unser Glück können wir nicht im Außen finden. Das Glück können wir nur in unserem Inneren finden.”

Beziehung, Erfolg, Besitz

Und mit den PLDs, den Personal Life Driver, mit unserer intrinsischer Motivation sind wir schon dicht dran.

Doch danach geht es noch ein paar Stufen tiefer, wenn wir mal ganz tief in unsere Seele hineinschauen.

  • Also, Erfolg in der Gesundheit: „Ja schön, ich bin gesund.“ Super. Toller Erfolg.
  • Und Erfolg in der Beziehung: „Hey, manche haben eine glückliche Ehe und so.“ Ja, auch ganz toll.
  • Oder der Erfolg, wenn wir irgendwelche Fähigkeiten erlernen, noch einen neuen Beruf dazu.
  • Dann haben wir noch finanziellen Erfolg und so weiter und so weiter.

“Auf der tiefsten Ebene macht uns das doch nicht glücklich. Denke mal an deine Situation.”

Wenn wir tatsächlich mal ganz ehrlich zu uns sind, dann werden wir feststellen:

  • Nein, das macht mich nicht glücklich.
  • Das schafft uns maximal so ein paar wenige Glücksmomente.
  • Mehr nicht.

Und das gilt für dich, für mich oder umgekehrt für mich, für dich, für alle Stars der Welt, für Staatsoberhäupter, für irgendwelche anderen Berühmtheiten, Influencer und wie sie heute alle heißen.

Das gilt für alle gleich.

“Das sind einfach nur ein paar kleine Glücksmomente.”

“Und es ist überhaupt nicht wichtig, welches Ereignis diesen Glücksmoment ausgelöst hat.”

Also, wenn du diesen Glücksmoment bewusst fühlst: „Jetzt bin ich der glücklichste Mensch auf dieser Welt!“,

dann ist es ziemlich egal,

  • ob du nur in Anführungszeichen dein Büro aufgeräumt hast
  • oder ob du mit 17 Jahren ein Wimbledon gewinnst, wie es Boris Becker mal passiert ist.

Ist der danach wirklich glücklich geworden? Ist der heute wirklich glücklich? Nee. 

Guck ihn dir an, dann wirst du das sehen. Und dieses Gefühl, also Büro aufräumen, Wimbledon gewinnen, was auch immer, das ist ziemlich gleich, das ist kein großer Unterschied.

“Ja, und so, wie das Gefühl gekommen ist, wird es auch wieder verschwinden. Und dann bist du wieder unzufrieden.”

Die meisten Menschen halten aber diesen positiven Moment für das größte Glück oder für das gefundene Glück, und glauben immer irgendwie…sie werden jetzt dauerhaft zufrieden bleiben. Doch das ist nicht der Fall.

Die ewige Suche

Ich meine, schau dich am Montag morgen an und schaue dich auch am Freitag nachmittag an. Das sind unterschiedliche Menschen, die du da im Spiegel siehst, wenn du ganz, ganz ehrlich zu dir bist.

“Also alle Menschen, – ich eingeschlossen – wir schürfen irgendwo im Erdreich mühsam nach so ein paar kleinen Goldklumpen, aber wir entdecken sie nicht.”

 

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Ich gebe dir noch ein anderes Beispiel. Liegt schon paar Jahre zurück.

Nicole Kidman und der Oscar

Im März 2003, da saß die Schauspielerin – wahrscheinlich kennst du sie – Nicole Kidman, die hat so rötliche Haare, sie saß als eine von fünf Nominierten für den Osca bei der einer Oscar-Verleihung in Los Angeles. Und 33 Millionen Menschen waren weltweit live am Fernseher mit dabei. Und dann plötzlich sagte der Moderator

„The Oscar goes to Nicole Kidman!“

Was ist dann passiert?

Eine unendliche Freude sprang auf ihr Gesicht, dass ihr das überhaupt jemals passiert, und als sie dann nach vorne ging und den Preis überreicht bekommen hat, haben ihre Gefühle sie komplett überwältigt. Sie hatte Tränen in den Augen und sie konnte kaum ein Wort sagen. Nachvollziehbar.

Tja, und jetzt, lieber Leser, liebe Leserinnen, halte mal so einen kurzen Moment inne. Würdest du jetzt sagen, das ist doch ein wahrer Glücksmoment? Ich wette, du sagst es. Also, du wirst irgendwie denken: Klar, wenn nicht das, was denn sonst. Also bitteschön, Oscar gewinnen, 33 Millionen Leute zugeschaut.

“Also geiler geht’s doch gar nicht.”

Doch jetzt geht’s weiter: 

In einem Interview einige Tage danach sagte Nicole Kidman:

„In der Nacht nach der Oscar-Verleihung saß ich allein in meinem übergroßen Luxus-Hotelzimmer. Ich schaute auf meine Oscar Statue, alles war vergangen. Und ich fühlte mich einsam, leer und unglücklich.”

Und nicht jeder ist so ehrlich mit sich und diesen Dingen, wie das Nicole Kidman gemacht hat. Die meisten wollen sich diese schlechten Gefühle nicht eingestehen, geschweige denn öffentlich teilen. Doch was für Nicole Kidman zutrifft, trifft auch für dich zu, das trifft auch für mich zu. Das sind die gleichen Gefühle.

Das, was wir so häufig für Glück halten, ist nicht die dauerhafte Glückseligkeit, das ist ein riesen Unterschied, sondern es ist eben dieser kleine Glücksmoment.

“Wir versuchen, Glücksmomente wie Wasser in unseren Händen zu halten.”

Doch versuch mal Wasser lange in zwei Händen zu halten. Das läuft da durch. Das geht weg.

Die Lösung für Glück und Zufriedenheit

Meine drei Impulse auf dem Punkt:

  • Tue etwas in deinem Leben, was dir wirklich Spaß bringt, was dir wirklich Freude bereitet.
  • Mache es dann ganz bewusst so oft wie möglich. 
  • Und schaue auch, dass das, was dir Spaß macht, niemand wegnehmen kann.

Das ist ganz wichtig.

Wenn du etwas hast… wiederholen wir das mit Michael Jackson: Der hatte ja alles, der hatte 300 Millionen, da hatte er seine Neverland-Ranch und so weiter, der hatte alle diese Dinge. Aber wenn wir etwas haben und wir machen unsere Glück daran fest und es nimmt uns jemand weg, ja, dann, zack, ist das Glück ja auch weg.

Das ist mein wichtigster Impuls heute für dich. Mach dir da wirklich mal Gedanken, was Du in Deinem Leben verändern kannst, damit aus (wenigen) Glücksmomenten ein dauerhaftes positives Lebensgefühl wird.

In diesem Sinne, pass gut auf Dich auf!

Das war, ist und bleibt Thomas Reich.

 

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