#834 – Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist.

Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist.
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist, dann ist Haben wohl doch nicht alles. Daran lassen uns vor allem Stars und Sternchen teilhaben. Aber auch bei dir und mir kommt das Glück nicht von außen.

Wie Nicole Kidman damit umgegangen ist und was wir daraus lernen können, erzähle ich dir unter anderem heute in meinem Podcast.

…und hier nochmal der Link für Deine Traumdeutung:
https://die-reich-methode.com/podcast/umfragen/#traum

Transkript

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Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist.

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute am Mittwoch will ich mit dir darüber sprechen, ja,warum es so ist, wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist. Also die Überschrift heißt genau: Wenn man – oder natürlich auch Frau –, wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist.

Lass mal loslegen. Also, in der zweiten Hälfte des 19. – nein Quatsch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, – das ist also 1950 bis zum Jahr 2000, das ist die zweite Hälfte des sogenannten 20. Jahrhunderts – da gab es einen Musiker, und der war als junger Mensch in einer Band ein Sänger, ein Sänger unter vielen. Eines Tages, da war er schon relativ erfolgreich, und eines Tages beschloss er, dass er seine Solokarriere startet. Dann hat ein Album produziert und brachte es auf den Markt. Eine Woche nach Erscheinen war es in den Top Ten von Amerika. Eine weitere Woche später lag es in den USA, also in Amerika, auf Platz Nr. 1. In derselben Woche wurde es ebenfalls Nr.1 in England und eine Woche später in ganz Europa, dann in Japan, in China, in Australien, der halbe afrikanische Kontinent und dann irgendwann tatsächlich die ganze Welt.

Jetzt ganz kurz nur so reingeworfen: die bestverkaufte Platte von Elvis Presley, – und den meine ich jetzt nicht, um den geht’s hier nicht – aber die bestverkaufte Platte von Elvis Presley, also einer der größten Sänger der Welt zu seinen Lebzeiten, war oh, ich weiß nicht, ob ich das richtig ausspreche – „Hound dog“, lag bei 9 Millionen Platten! 9 Millionen Platten! Das war die bestverkaufte Platte, die beste Scheibe – damals noch also Scheiben – von Elvis Presley.

Und der Musiker, von dem ich rede, der hatte von diesem Album, das er rausgebracht hat, insgesamt sagenhafte – halt dich gut fest – 115 Millionen Exemplare verkauft! Und eins davon hatte ich auch. Und du, wenn du in meiner Altersklasse bist, wahrscheinlich auch. Oder es steht immer noch in deiner Plattensammlung.
Noch heute steht es so unangefochten im Guinness Buch der Rekorde. Da bin ich sehr sicher, ich habe das jetzt nicht noch mal genau recherchiert, aber ich bin sicher, das ist immer noch auch heute im Jahr 2021, unangefochten im Guinessbuch der Rekorde als das am meisten verkaufte oder der am meisten verkaufte Tonträger aller Zeiten.

Und es gibt ja den Oscar in der Musikindustrie. Also, der Oscar der Musikindustrie heißt: Grammy. Und im Jahr dieser Veröffentlichung von dieser Platte da hat dieser Musiker tatsächlich 8, also 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Grammys auf einmal gewonnen. Nie zuvor und auch niemals mehr danach hat ein Künstler jemals so viele Grammys bekommen. Und jetzt mal unter uns, das ist doch wohl die Biografie eines wirklich erfolgreichen Menschens, oder? Also, der hat doch jetzt alles! Da kann er doch nicht unglücklich sein, oder? Ich verrate jetzt, wer dieser Typ ist. Oder wer er war, er ist verstorben.

Der Musiker war Michael Jackson. Und das Album hieß und heißt immer noch: Thriller. Michael Jackson wurde 300-facher Millionär. Gut, das ist jetzt schon viele Jahre her mit ihm. Da waren 300 Millionen wahnsinnig viel Geld. Heute bist du vielleicht im Gegensatz zu Jeff Bezos und hier… jetzt hab ich fast George Clooney gesagt, aber dann denk ich wieder an die Träume von Montag, Mark Zuckerberg und Konsorten, da bist du vielleicht doch ein armer Schlucker, weil die haben ja Milliarden. Die haben ja nicht mehr Millionen, die haben Milliarden.

Aber zu dieser Zeit war Michael Jackson 300-facher Millionär, und er war einfach schweinereich. Und das ist doch wohl eben, was ich sagte; eine Erfolgsstory. Und wir lesen solche Biografien mit einer Mischung aus Neid, aus Bewunderung und aus Sehnsucht. Also, wir sehnen uns ja auch irgendwie alle danach, oder? Und die ganzen Millionen von Musikern in dieser Welt, auf dieser Welt, die träumen auch so einen Traum. Die wollen so viel Erfolg, so viel Anerkennung, so viel Bewunderung, und sie wollen gerne mal auf einer Bühne stehen vor 60 000 Menschen, 80 000 oder noch mehr. Ja, wo dann alle die Lieder mitsingen, alle jubeln, also die jubeln mir dann zu, wenn ich dieser Sänger wäre, und kreischen vor Ekstase. Das war ja auch bei Paul McCartney und den Beatles so, fällt mir ein vom Traum am Montag. Und wir wollen dann auch, also zumindest als Musiker, dass sich alle Magazine um uns reißen, um ein Interview. Wir wollen in die Talkshows der Welt und wir wollen einfach eben in jede Sendung reinkommen, um zu zeigen: Ich bin es!

Und Michael Jackson, der hatte dieses Leben. Michael Jackson, der war das.
Der war in allen Talkshows der Welt. Überall wurde der begafft und überall wurde er eingeladen und überall haben sich die Journalisten um ihn gerissen.

Und jetzt kannst du mal folgendes tun, das kannst du selbst heute noch tun, heute im Jahr 2021. Du kannst beliebige Menschen in der Fußgängerzone fragen, – egal, wo du bist auf der Welt, – du kannst fragen: Sag mal, war Michael Jackson ein glücklicher Mensch?
Noch mal die Überschrift von diesem Podcast: Wenn man alles hat und trotzdem unglücklich ist.

Und du gehst so die Fußgängerzone, egal, wo auf der Welt, und fragst die Menschen: War Michael Jackson ein glücklicher Mensch?

Und du wirst hören in acht von zehn Fällen: Nee, war der nicht. Acht von zehn Menschen werden sagen: Nein. Viele sagen dann allerdings im Anschluss: Ja, das lag ja an seinen Schönheitsoperationen, das lag an den Prozessen, die er bekommen hat. Es lag dann später, in späterer Zeit, an seinen finanziellen Problemen, und an der bösen Presse, an falschen Beratern, also andere sind schuld, dass er doch nicht glücklich war.

Und jetzt komme ich zum Kern von diesem Podcast:

dem liegt ein Glaube zugrunde, der Glaube, dass wenn man nur alle äußeren Details im Leben in Ordnung bringt, ja dass wir dann zwingend ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben haben.

Doch das ist ein tiefer Irrtum.

Ich wiederhole noch mal. Frag Menschen in der Fußgängerzone: War Michael Jackson ein glücklicher Mensch? Acht von zehn werden sagen: Nein. Sagen dann allerdings, das lag ja an den äußeren Dingen, also an den Schönheitsoperationen, an den Prozessen, an den finanziellen Problemen später und an den Medien, an der Presse und an falschen Beratern.

Und auch noch mal wiederholt: Dem liegt ein Glaube zugrunde, der Glaube, dass, wenn wir nur alle äußeren Details im Leben in Ordnung haben, dass wir dann zwingend ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben führen. Das ist ein Irrtum.

Das heißt, wir suchen, – und hey, ich nehme mich davon nicht aus, ich bin da noch nicht drüber weg über diesen Punkt, – wir suchen unser Glück, wo es nicht gefunden werden kann.

Unser Glück können wir nicht im Außen finden, das ist nicht möglich.
Das Glück können wir nur in unserem Inneren finden.

Und mit den PLD-s, den Personal Life Driver, mit unserer intrinsischer Motivation sind wir schon dicht dran. Doch danach geht es noch ein paar Stufen tiefer, wenn wir mal ganz tief in unsere Seele hineinschauen.

  • Also, Erfolg in der Gesundheit: „Ja schön, ich bin gesund.“ Super. Toller Erfolg.
  • Und Erfolg in der Beziehung: „Hey, manche haben eine glückliche Ehe und so.“ Ja, auch ganz toll.
  • Oder der Erfolg, wenn wir irgendwelche Fähigkeiten erlernen, noch einen neuen Beruf dazu.
  • Dann haben wir noch finanziellen Erfolg und so weiter und so weiter.
Auf der tiefsten Ebene macht uns das doch nicht glücklich.

Wenn wir tatsächlich mal ganz ehrlich zu uns sind, dann werden wir feststellen: Nein, das macht mich nicht glücklich. Das schafft uns maximal so ein paar wenige Glücksmomente. Mehr nicht.

Und das gilt für dich, für mich oder umgekehrt für mich, für dich, für alle Stars der Welt, für Staatsoberhäupter, für irgendwelche anderen Berühmtheiten, Influencer und wie sie heute alle heißen. Das gilt für alle gleich. Das sind einfach nur ein paar kleine Glücksmomente.

Und es ist überhaupt nicht wichtig, welches Ereignis diesen Glücksmoment ausgelöst hat. Also, wenn du diesen Glücksmoment kennst: „Jetzt bin ich der glücklichste Mensch auf dieser Welt!“, dann ist es völlig egal, ob du nur in Anführungszeichen dein Büro aufgeräumt hast oder ob du – wie vor ewigen Zeiten – mit 17 Jahren ein Wimbledon gewinnst, wie es Boris Becker mal passiert ist.
Ist der danach wirklich glücklich geworden? Ist der heute wirklich glücklich? Ne. Guck ihn dir an, dann wirst du das sehen.Und dieses Gefühl, also Büro aufräumen, Wimbledon gewinnen, was auch immer, das ist in etwa gleich, das ist kein großer Unterschied.

Ja, und so, wie das Gefühl gekommen ist, wird es auch wieder verschwinden.
Die meisten Menschen halten aber diesen Moment für das größte Glück oder für das gefundene Glück, und glauben immer irgendwie, das wird jetzt dauerhaft bleiben.

Das ist nicht der Fall.

Ich meine, schau dich ja am Montag morgen an und schaue dich auch am Freitag nachmittag an. Das sind unterschiedliche Menschen, die du da im Spiegel siehst, wenn du ganz, ganz ehrlich zu dir bist.

Also alle Menschen, – ich, wie gesagt, ich eingeschlossen – wir schürfen irgendwo im Erdreich mühsam nach so ein paar kleinen Eisenklumpen, aber wir entdecken sie nicht.

Also, wir finden sie nicht, obwohl irgendwo ganz tief in diesem Berg oder hinter diesem Berg so ein Haufen aus purem Gold irgendwie liegt. Aber wir finden sie nicht.

Also, ich gebe dir noch ein anderes Beispiel. Liegt schon paar Jahre zurück. Im März 2003, da saß die Schauspielerin – wahrscheinlich kennst du sie – Nicole Kidman, die hat so rötliche Haare, Nicole Kidman saß im März 2003 als eine von fünf Nominierten für den Oscar, also da nicht Grammy sondern Oscar als Schauspielerin, ja, die saß bei so einer Oscar-Verleihung, Gala-Abend hier in Los Angeles. Und 33 Millionen Menschen waren weltweit live am Fernseher mit dabei. Und dann plötzlich sagte der Moderator „The Oscar goes to Nicole Kidman!“ Was ist dann passiert? Eine unendliche Freude sprang auf ihr Gesicht,
dass ihr das überhaupt jemals passiert, und als sie dann nach vorne ging und den Preis überreicht bekommen hat, da war sie komplett überwältigt von ihren Gefühlen. Sie hatte Tränen in den Augen und sie konnte kaum ein Wort sagen.
Nachvollziehbar. Tja, und jetzt, lieber Podcast-Hörer, liebe Podcast-Hörerinnen, halte mal so einen kurzen Moment inne. Würdest du jetzt sagen, lieber Podcast-Hörer, das ist doch ein wahrer Glücksmoment? Ich wette, du sagst es. Also, du wirst irgendwie denken: Klar, wenn nicht das, was denn sonst. Also bitteschön, Oscar gewinnen, 33 Millionen Leute zugeschaut, also geiler geht’s doch gar nicht. Doch jetzt geht’s weiter: In einem Interview einige Tage danach sagte sie, also Nicole Kidman: „In der Nacht nach der Oscar-Verleihung saß ich allein in meinem übergroßen Luxus-Hotelzimmer. Ich schaute auf meine Oscar Statue, alles war vergangen. Und ich fühlte mich“ – und jetzt halt dich fest – einsam, leer und unglücklich.“ Und nicht jeder ist so ehrlich zu sich selber, wie das Nicole Kidman gemacht hat. Doch was für Nicole Kidman zutrifft, trifft auch für dich zu, das trifft auch für mich zu.

Ja, das, was wir so häufig für Glück halten, ist nicht die dauerhafte Glückseligkeit, das ist ein riesen Unterschied, sondern es ist eben dieser kleine Glücksmoment.

Und wir versuchen immer, das wie Wasser in unseren Händen zu halten, doch versuch mal Wasser lange in zwei Händen zu halten. Das läuft dadurch. Das geht weg.

Also, mein reicher Impuls heute an dich, und ich habe das immer schon mal wieder gesagt: Tue etwas in deinem Leben, was dir wirklich Spaß bringt, was dir wirklich Freude bereitet, und mach es dann so oft wie möglich.

Und schaue auch, dass dir das, was du da tust, das, was dir Spaß macht, dass dir das niemand wegnehmen kann. Das ist ganz wichtig.

Wenn du etwas hast… wiederholen wir das mit mit Michael Jackson: Der hatte ja alles, der hatte 300 Millionen, da hatte er seine Neverland, glaube ich, hieß es irgendwie Neverland-Ranch und so weiter, der hatte alles Mögliche. Aber wenn wir etwas haben und wir machen unsere Glück daran fest und es nimmt uns jemand weg, ja, dann, zack, ist das Glück ja auch weg.

Also, tue das, was dir Spaß macht. Mach es so oft wie möglich und schau, dass es dir niemand wegnehmen kann, dass du es eben für dich selber immer behältst.

Das ist mein wichtigster Impuls heute für dich.

In dem Sinne, pass gut auf Dich auf!

Das war, ist und bleibt Thomas Reich.

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