#833 – Träume deuten, geht das wirklich?

Träume deuten, geht das wirklich?
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Die eigenen Träume zu deuten, bedeutet der Seele zuzuhören. Denn wir verarbeiten mitunter tiefe Ängste wenn wir schlafen. Doch der Traum ist fast immer abstrakt, da das Gehirn im sogenannten REM-Schlaf richtig kreativ wird.

Was es mit dem Träumen alles auf sich hat, erfährst du heute in meinem Podcast.

Wenn du deinen eigenen Traum gedeutet haben möchtest, schreib ihn mir. Gerne anonym. Im Podcast am 24.03.2021 wird genau das mein Thema sein.

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#833 – Träume deuten, geht das wirklich?

Transkript

Träume deuten, geht das wirklich?

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Träume deuten, geht das wirklich? Das ist die Frage, und das ist auch gleichzeitig der Titel vom heutigen Podcast.

Letzte Woche habe ich von Heidi Klum geträumt. Ich war unterwegs mit dem Auto irgendwo im Bergischen Land, da wo Heidi geboren wurde am 1. Juni 1973. Also, sie wurde direkt geboren in Bergisch Gladbach, man nennt die Gegend dort: das Bergische Land. Und irgendwann in diesem Traum, da musste ich zur Toilette. Da bin ich in ein Parkhaus gefahren. Wie ich da gelandet bin, weiß ich nicht. Welches Auto ich fuhr, daran erinnere ich mich auch nicht, finde ich schade, maybe war es ein schicker Maserati. Ich war dann im Treppenhaus, plötzlich bin ich im Treppenhaus gelandet, also zu Fuß, ohne Auto im vierten Stock. Und das konnte ich sehen aus dem Grund, dass diese „4“ an die Wand geschrieben war. Und plötzlich stand ich vor der Location von Germany’s next Topmodel, und eine Assistentin von Heidi sagte mir, ich sei hier falsch. Und dann habe ich gefragt, wo denn die Toiletten sind, und sie sagte, im dritten Stock. Und jetzt halte dich fest, aus dem dritten Stock rief jetzt wer? Genau, Heidi Klum. „Hallo!“ Also, jemand rief „Hallo“, ich blickte kurz über das Geländer im Treppenhaus, und da stand sie, wirklich: Heidi Klum höchstpersönlich. Ich habe in dem Moment vergessen, warum ich im Treppenhaus war. Also, Toilette war mir völlig egal. Und ich rief zurück: „Heidi, gut, dass ich dich treffe!“ Dann eilte ich die Treppe runter und stand vor ihr und sagte: „Ich brauche ein Autogramm von dir für meine Tochter.“ Hielt ihr ein Blatt Papier und’nen Stift hin und sagte: „Schreib irgendwas mit ‚für Lotta‘.“ Peng, das war’s, Traum zu Ende. Irgendwie bin ich wieder in Hamburg gelandet, das Blatt Papier ist weg. Keine Ahnung, wo. Also, warum träumte ich von Heidi Klum? Warum träumst du von Brad Pitt oder George Clooney, von Lady Gaga oder von Dieter Bohlen oder von wem auch immer?

Was sind deine Träume, an die du dich erinnerst? Und jetzt komm, ich habe eine Aufforderung an dich. Schick sie mir, das kannst du anonym machen. In den Shownotes findest du einen Link dazu, und am Mittwoch, den 24. März, werden wir dann anonym – okay, wir werden sagen, dass es ein Traum von einem Mann ist oder, dass ist der Traum gewesen von einer Frau, dass werden mal sagen, aber werden keine Namen nennen, den wissen wir ja nicht. Es wäre so schön, wenn du schreibst, dass du Mann oder Frau bist. –und dann werden wir diesen Traum deuten. Dazu habe ich am Mittwoch, den 24. März, einen reichlich spannenden Gast im Podcast. Und wir werden dann tatsächlich diesen Traum öffentlich machen, anonym, und werden dir erzählen, was sich dahinter verbirgt.

Die Frage ist ja immer: Warum überhaupt träumt der Mensch?

Also, ich habe das mal bisschen recherchiert, und das Grundmuster des Traumes soll sein, dass wir vor etwas Angst haben und weglaufen. Okay, maybe hatte ich ein bisschen Schiss, nicht pinkeln zu können, und bin deswegen im Parkhaus gelandet oder so – Könnte das sein? Nein, sicher nicht. Wir Männer finden ja immer einen Platz, wo wir pullern können, und sei es dann im Parkhaus die Felge eines Porsches oder so.

Es heißt also in der Wissenschaft, wenn wir dieses Grundmuster, das ein Vermeidungsverhalten beschreibt, anschauen, also wenn wir auch den Traum deuten von dem Grundmuster her, das ein Vermeidungsverhalten beschreibt, dann werden wir feststellen, dass es häufig einen Bezug zum aktuellen Wachleben gibt. Also, die Angst ist nicht so riesig wie im Traum, doch sie ist vorhanden. Also, Wachleben ist das, was jetzt ist: du hörst jetzt mein Podcast, und da wirst du wahrscheinlich nicht von träumen, sondern du bist im wachen Zustand und hörst es. Also habe ich mich gefragt: „Habe ich jetzt Angst vor schönen Frauen?“ Meine Antwort: „Nein.“ Will ich es vermeiden, in Parkhaustreppenhäuser zu pinkeln? Und treffe daher im Treppenhaus schöne Frauen oder sogar Heidi Klum himself? Nein, für mich, nein. Also, maybe deuten wir auch das am 24.03. im Podcast. Mal schauen, ob da genug Platz vorhanden ist.

Und ich erinnere mich jetzt gerade an eine Norwegenreise mit Rucksack und Zelt, da habe ich extrem viel geträumt. Wirklich, das war totaler Wahnsinn. Und mein Kumpel, mit dem ich unterwegs war, Hans-Jürgen, der hat – wir waren zu zweit – der hat morgens im Zelt gelegen, ist kurz vor mir wach geworden, hat sich so auf die Seite gelegt, hat gesagt: „Okay Thomas, erzähl! Erzähl einfach!“ Also, dem habe ich dann morgens irgendwo in der Prärie da von Norwegen immer meine Träume erzählt. War eine Herbstreise – weiß ich – war total schön.

Träume sind ein subjektives Erleben während des Schlafes, so ist es definiert in der Wissenschaft, wobei das größte Problem, die größte Schwierigkeit darin besteht, dass dieses subjektive Erleben nicht direkt greifbar ist.

Da hört man schon, was die Wissenschaft sagt, da wird es schon bisschen komplizierter. Das einzige, was wir haben, ist der sogenannte Traumbericht, also das, was ich da in Norwegen gemacht habe. Die Rückerinnerung an das Träumen nach dem Aufwachen, die Fähigkeit, sich morgens an Träume zu erinnern, in verschiedenen Studien zufolge, ist sehr variabel. Also, da haben die Wissenschaftler festgestellt, dass Menschen fast nie träumen oder dass Menschen jeden Morgen träumen. Oder jeden Morgen sagen können, ich habe was geträumt. Und dazu gab es dann auch immer wieder Untersuchungen, und man hat sogenannte gezielte Weckungen im Schlaflabor machen lassen. Und man hat bei diesen Weckungen festgestellt, aus dem sogenannten REM-Schlafphasen, das ist der Rapid Eye Movement=REM. – Ist nicht die Popgruppe da irgendwie aus den Neunzigern, oder wann die unterwegs waren, REM. – Sondern das sind die Rapid Eye Movement. Das sind schnelle Augenbewegungen, das hat fast jeder, da verarbeiten wir das, was über den Tag alles erlebt worden ist und packen das in irgendwelche Schubladen rein. Oder wir versuchen es zumindest in irgendwelche Schubladen reinzupacken. Und wenn also – so schreiben das die Wissenschaftler –, wenn also diese gezielten Weckungen gemacht worden sind, in dem Moment wo es ganz viele Rapid Eye Movement gab, wo es ganz viele REM-Phasen gegeben hat, also schnelle Augenbewegungen, da war die Erinnerungsorte fast bei 100% also. Da müsstest du deinen Partner, – der irgendwie neben dir liegt – beobachten, und wenn du siehst, die Augen bewegen sich ganz, ganz schnell unter den Augenlidern, dann musst du ihn wach machen, und dann sagen: „Komm, what war los?“ Dann kriegst du das Meiste irgendwie erzählt. Es gibt allerdings auch keinen Grund anzunehmen, – so sagen die Wissenschaftler –, dass die kontinuierliche Bewusstseinsaktivität, die ja im Wachzustand vorhanden ist, im Schlaf unterbrochen wird. Das heißt also im Grunde, ganz salopp formuliert, das Gehirn und das Bewusstsein schlafen nie. Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen: Wo ist das Bewusstsein denn angedockt? Das ist doch im Gehirn, oder? Also von daher, bei der Wissenschaft wird es immer ein bisschen komplizierter.

Von was träumen wir? Ist auch so eine Frage. Also da stellt sich immer die Frage: Von was Träumen wir denn überhaupt?

Und die einfachste Antwort auf diese Frage ist, so die Wissenschaft, dass wir von Dingen träumen, die uns tagsüber beschäftigen, – also das, was ich gerade schon gesagt habe – das packen wir dann in irgendwelche Schubladen rein.

Ob das nahestehende Personen sind, von denen wir träumen, Partner, Partnerin, Kind, Eltern, Freunde, ob wir von der Arbeit träumen, vom Urlaub, oder ob es das Studium ist, das kann alles Mögliche sein. Und allerdings werden diese Themen, so sagt es wiederum die Wissenschaft, nicht eins zu eins wiederholt. Im Traum ist das Ganze kreativer, also wie Germanys next Topmodel im vierten Stock eines Parkhauses irgendwo im Bergischen Land. Vielleicht ist das ja 2022 die neue Location von Heidi Klum, wer weiß.

Noch mal, die Themen werden nicht eins zu eins wiederholt, im Traum ist es alles kreativer. Es werden alte Erfahrungen mit neuen Erlebnissen gemischt, und es kommen noch irgendwelche fantasievolle Neuschöpfungen dazu.

Ein Klassiker bei Träumen soll sein, so die Wissenschaft, ein Klassiker: Träume vom Fliegen. Also nicht von Fliegen Zzzzz, sondern vom Fliegen, wie wir als Mensch, fliegen können. Vielleicht sitzen wir in einem Flugzeug tatsächlich, oder wir machen das einfach nur mit den Armen oder so einem Wingsuit, oder sowas, also alles ist irgendwie möglich.

Und eine Frage ist auch, was passiert im Gehirn, in unserem Gehirn während des Träumens? Da sagt die Wissenschaft: Früher gab es die Vorstellung, dass der Traum wie von einem kleinen Filmprojektor erzeugt wurde. Also, wenn du das jetzt noch kennst, ein Filmprojektor, dann bist du auf jeden Fall schon älter als 20 Jahre. Definitiv. Also, einen Filmprojektor kennt – glaube ich – unsere Tochter Lotta, die jetzt 16 wird im Sommer, nicht mehr. Also, noch mal: Was passiert im Gehirn während des Träumens? Da sagt die Wissenschaft, früher gab es die Vorstellung, dass der Traum wie von einem kleinen Filmprojektor erzeugt wird, also, dass nur ein kleiner Teil des Gehirns verantwortlich ist. Das hat man früher gesagt, wann genau, habe ich nicht herausgefunden. Heute weiß man, die Wissenschaft, dass das Gehirn, das ganze Gehirn an Träumen beteiligt ist. Also, früher glaubte man, wie gesagt, es war nur ein kleiner Teil vom Gehirn, und heute sagt die Wissenschaft: Nee, nee, nee, nee, das ist das ganze Gehirn. Wenn also gesprochen wird im Traum, ist das Sprachzentrum aktiv. Wenn die Hand bewegt wird im Traum, ist das Areal vom sogenannten Motorcortex aktiv, der im Wachzustand tatsächlich die Hand bewegen kann. Und interessanterweise – das finde ich spannend – hat die Natur so vorgesehen, dass in den REM-Phasen Rapid Eye Movement, also in den schnellen Augenbewegungsphasen vom Schlaf, die Impulse vom Motorcortex zu den Muskelzellen im Hirnstamm aktiv blockiert werden, um sicherzustellen, dass wir ruhig schlafen können, während wir intensiv träumen. Also, natürlich gibt es welche, die schlafwandeln und so. Das ist wieder eine andere Geschichte. Die pennen, die gehen irgendwohin, klopfen an den Kühlschrank, machen die Tür auf und wollen auch reinpinkeln oder so. Das habe ich auch früher als Kind wirklich mal machen wollen. So haben es meine Eltern mir jedenfalls erzählt.

Also Träume sind auf jeden Fall kein sogenannter Schnelldurchlauf, auch das sagt wieder die Wissenschaft, auch wenn sie manchmal sehr dicht erscheinen, das heißt also, wenn wir das Gefühl haben: „Boah, das war doch jetzt total kurz, irgendwie der Traum. Ich bin doch gerade erst ins Bett gegangen.“ Aber es ist kein Schnelldurchlauf, also es dauert ewig. Und da sagt die Wissenschaft, das soll auch daran liegen, dass das langweilige Zugfahrten oder das Warten im Wartezimmer, das Lesen von Fachbüchern so gut wie nicht in irgendwelchen Träumen vorkommen. Das habe ich zwar nicht verstanden, wie die Wissenschaft das meint, aber vielleicht verstehst du das.

Und es soll auch tatsächlich viele Künstler geben, die ihre kreativen Ideen aus Träumen gewonnen haben. Und vielleicht ist es das bekannteste Beispiel, dass Paul McCartney, ja Sir Paul McCartney… ja, du weißt, wer Paul McCartney ist? Gut. Lotte wusste nicht genau, wer Paul McCartney ist. Als ich eine Biografie von ihm gelesen habe, habe ich’s ihr erklärt, also, Paul McCartney, einer der vier Beatles, und der soll die Melodie von „Yesterday“ geträumt haben. Also wenn das mal kein Knaller ist. Oder ob es stimmt, ich habe keine Ahnung, aber wir könnten auf jeden Fall Paul McCartney fragen. Er ist noch unter den Lebenden. Ja also… Ich lasse das andere, was ich mir noch so kurz notiert habe hierüber, oder aus der Wissenschaft, das lass ich mal weg.

Es gibt auch Träume, die zur Belastung werden. Das sei noch gesagt. Also, Albträume werden definiert als Träume mit starken negativen Emotionen, dass die träumende Person davon erwacht. Also, das ist ein Albtraum, dass man so hochschreckt: „Ooo, ach du heilige Scheiße, was war das denn!“ Heidi Klum im Treppenhaus, kann ja auch für manche auch ein Albtraum sein.

Typische Themen sollen allerdings sein bei den Albträumen:

  • Verfolgung. Also, dass ihr von irgendwem oder von irgendwas verfolgt werdet, also ist irgendeiner hinter uns her.
  • Von sogenannten Fallen, dass wir in irgendeine Falle geraten.
  • Oder, dass wir träumen vom Tod. Ja, Tod von nahestehenden Personen. Auch das wird als Traum mit Belastungen gekennzeichnet, als sogenannter Albtraum.

Und es sollen tatsächlich in Deutschland ca 5% der Allgemeinbevölkerung unter Albträumen leiden.

Also, noch mal für dich, was sind deine Träume, an die du dich erinnerst? Ja, das ist mein reicher Impuls heute an dich: Also, was sind deine Träume, an die du dich erinnerst? Schick mir das! Ja, du kannst das anonym machen, hab ich schon gesagt. Aber in den Shownotes findest du einen Link, der heißt: die-reich-methode.com. Backslash: Podcast, Backslash: Umfragen. Klick auf den Link und zack, schon kannst du das ausfüllen und bist komplett namentlich anonym. Schön ist, wenn du sagst, ich bin Mann oder Frau. Ja, kann auch sein, dass wir das so erkennen im Text, aber wenn du schreibst, ist es natürlich noch für uns viel klarer.

Und nochmal als Wiederholung: Am Mittwoch den 24. März werden wir dann, ja werden wir dann diesen Traum deuten. Und werden dir erzählen, was steckt dahinter. Warum hast du also George Clooney vielleicht getroffen, oder vielleicht hast du ihn ja noch nie getroffen. Vielleicht ist das immer dein Traum, dass du ihn treffen willst. Wir werden dir verraten, warum ist das so.

Und ich habe einen wirklich, wirklich, wirklich sehr reichlich spannenden Gast am 24. März in diesem Podcast, also jemand, der sich mit Traumdeutung wirklich auskennt. Ich freue mich darauf, bin sehr gespannt, was du so geträumt hast, und ich gucke mal, wat mir so die Tage noch passiert.

Also bis dahin! Mach’s gut! Pass auf dich auf!

Das war, ist und bleibt Thomas Reich.

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