#832 – Kontinuität bescheisst Dich doch.

Kontinuität bescheißt dich doch
Bild von Luisella Planeta Leoni auf Pixabay

Kontinuität ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor und das perfekte Thema zu meinem 7jährigen Jubiläum als Podcaster. Genau heute vor 7 Jahren habe ich meinen ersten Podcast veröffentlicht. 

Heute geht es jedoch mal darum, dass ohne regelmäßige Überprüfung der Resultate der Erfolg nicht nur ausbleiben sondern sogar nach hinten losgehen kann. 

Weitere Infos zum heutigen Podcast-Thema: 

Daniel Bergert und sein Buch. Bei ihm hat eine “falsche” Kontinuität zu innerer Leere und Depressionen geführt, hier der Link:
https://danielbergert.de/ 

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Transkript

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Kontinuität bescheißt dich doch.

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Ja, ich habe schon angekündigt am Mittwoch, heute 5. März – heute ist es ein Freitag, 2014 war es ein Montag –, und heute vor sieben Jahren ist tatsächlich mein aller- allererster Podcast auf die Welt gekommen. Und heute, sieben Jahre später, 1015 Stück. Also, ich kenne keinen, der genauso viele gemacht hat. Wenn du jemand kennst, dann kannst du mir gerne erzählen, wer es gewesen ist oder wer es immer noch ist. Ich kenne keinen.

Und ich habe als Titel gewählt: Kontinuität bescheißt dich doch.

Wenn du mein Podcast ein bisschen länger kennst, dann weißt du: „Hey, warte mal! Da ist so ein Fehler drin, oder? Hat der Thomas nicht mal erzählt, erzählt er das nicht immer wieder im Podcast: Kontinuität bescheißt dich nicht?“

Stimmt. Das ist das, was ich normalerweise – in Anführungsstrichen – immer wieder erzähle. Doch heute geht’s darum: Kontinuität bescheißt dich doch. Denn wenn ich über Kontinuität spreche, dann sage ich ja immer wieder, die Kontinuität wirkt in beide Richtungen. In die Richtung, dass sie dich nicht bescheißt, wenn du Dinge tust, immer wieder tust, die zu deinem Wohle dienen, dann bescheißt dich die Kontinuität nicht. Dann ist es wichtig, das immer wieder zu wiederholen, immer wieder dranzubleiben am Ball. Aber wenn du dir eben, wenn du immer wieder Dinge nicht tust wie z.B. Zähneputzen, nur einmal im Monat oder so, ja, dann kannst du das kontinuierlich machen über eine gewisse Zeit, dann bescheißt dich die Kontinuität nicht, denn du bekommst ein, – sag ich mal – schlechtes Ergebnis an deinen Zähnen. Der einzige, der sich vielleicht noch freut, ist der Zahnarzt. Und er hat dann ein bisschen mehr an dir rumzuwerkeln. Also, heute geht’s um: Kontinuität bescheißt dich doch.

Beispiel. Wir fragen uns immer wieder – auch da habe ich, glaube ich, am Montag drüber geredet – wie mache ich dieses, jenes oder welches. Und es gibt eine Geschichte, die will ich jetzt gar nicht erzählen, die würde vielleicht zu lange dauern. Es gibt die Geschichte von einem Baumfäller. Und dieser Baumfäller, der fällt Bäume, deswegen heißt er ja Baumfäller. Das macht er ganz klassisch mit einer Axt. Und da kommt ein Spaziergänger vorbei – ich mache doch die Geschichte, aber ich versuche, sie so kurz wie möglich zu machen, ich sage extra, ich versuche es, ich weiß nicht genau, ob es mir gelingt –, und er fällt Bäume.

  • Und da kommt ein Spaziergänger vorbei und sagt: „Hey, Mensch, was machen Sie?“
  • „Ja, ich fäll Bäume.“
  • „Ja, gut, das sehe ich. Wieviel schaffen Sie denn heute?“
  • „Ich glaube, ich haue 10 Stück irgendwie um.“
  • „Oh, toll!“ Und am nächsten Tag kommt der Spaziergänger wieder und sieht den Baumfäller und sagt: „Mensch, wieviel haben Sie denn heute geschafft?“ Da ist der Tag im Grunde schon rum.
  • Heute habe ich 8 geschafft.“
  • „Ah, 2 weniger als gestern.“ Dann trifft er ihn am dritten Tag, und da sagt er: „Ja, Mensch, heute wieder Bäume gefällt?“
  • „Ja klar, gucken Sie mal! Da ist mein Ergebnis, heute habe ich 5 geschafft.“

Und es geht so weiter, bis er irgendwann eines Tages nur noch einen Baum am Tag geschafft hat.

  • Und dann fragt der Spaziergänger: „Was ist denn los? Haben Sie irgendwie die Kraft verloren, oder was weiß ich? Haben Sie die Kontinuität verloren?“
  • und da sagt der Baumfäller: „Nee, meine Axt ist halt stumpf.“
  • „Ach so, ihre Axt ist stumpf. Ja klar, wenn Sie so viele Bäume fällen. Warum schärfen Sie denn nicht?“ fragt dann der Spaziergänger.
  • Und dann sagt der Baumfäller: „Ja, ich habe keine Zeit, ich muss Bäume fällen!“

So. Das heißt also, da bescheißt dich die Kontinuität doch. Du kannst natürlich mit deiner Axt immer wieder auf den Baum prügeln, doch wenn sie stumpfer und stumpfer und stumpfer wird, wirst du ein anderes Ergebnis bekommen. Du wirst immer weniger Bäume fällen. Und dann bescheißt dich die Kontinuität, also kontinuierlich mit der Axt auf den Baum einzuschlagen, dann bescheißt sie dich.

Genauso ein anderes Beispiel. Kennst du vielleicht noch von früher oder vielleicht auch aktuell aus der Zeit. Du hast ein Fahrrad, und du willst irgendwie eine Schraube an diesem Fahrrad festmachen, oder nein, du willst sie nicht festmachen, du willst sie lösen. Aber dieses Gewinde ist überdreht. Das heißt, du drehst beim Schraubenschlüssel dieser Schraube, und du kriegst die Mutter nicht vom Gewinde runter aus dem Grund, dass das Gewinde überdreht ist. So, also jetzt für alle Mechaniker hier, wenn ich eine Schraube löse, dann überdrehe ich das Gewinde nicht zwingend, sondern ich muss es erst beim Festmachen vorher überdrehen, und dann krieg ich die Mutter nicht runter. Das wäre die Reihenfolge, natürlich einhalten. Mutter überdreht auf dem Gewinde, du willst sie losdrehen mit dem passenden Schraubenschlüssel, und es geht nicht. Du kurbelst, und du kurbelst, und du kurbelst. Kontinuierlich kurbelst du wie ein Weltmeister, und die Mutter geht nicht vom Gewinde. Das heißt, du kannst kontinuierlich einfach weiter drehen, und die Kontinuität bescheißt dich doch, denn die Mutter will nicht vom Gewinde, denn das Gewinde ist überdreht.

Ja, also, mein reicher Impuls:

überprüfe immer wieder dein Ergebnis, dein Resultat so wie der Baumfäller: Ja, wieviel Bäume schaffe ich mit einer scharfen Axt?

Jetzt wird meine Axt stumpfer, ich schaffe ja weniger Bäume. Was sollte ich jetzt ändern? Die Axt schärfen oder einfach weiter kontinuirlich auf dem Baum einschlagen. Dann natürlich die Axt schärfen.

Und bei dem Gewinde ist es genau das gleiche. Wenn du siehst, da tut sich nichts, dann nützt es dir nichts, wenn du einen besseren Schraubenschlüssel holst. Also, wenn du statt einem Maulschlüssel einen Ringschlüssel nimmst, oder wenn du eine Knarre nimmst, oder wenn du einen Aufsatz hast auf einen Akkuschrauber oder so. Dann dreht er vielleicht noch schneller und du musst nicht kurbeln, bringt dir nichts. Da musst du irgendwann die Eisensäge holen und das Gewinde kürzen, das heißt die Mutter runterschneiden, damit du dann das andere Teil, was sich dahinter verbirgt, was festgeschraubt ist, wirklich lösen kannst.

Also, immer wieder überprüfen dein Resultat, dein Ergebnis, ob du deinem Ziel näherkommst oder ob du auf der Stelle stehst.

Du weißt, was ich meine: auf der Stelle stehen mit der Axt, immer wieder draufschlagen, oder auf der Stelle stehen – schönes Wortspiel – mit dem Gewinde.

Und das ist wichtig. Wenn du das nicht machst, dann bescheißt dich die Kontinuität doch.

Und jemand, der das viele, viele Jahre erlebt hat, – das empfehle ich dir heute, da findest du einen Link in den Shownotes vom heutigen Podcast, – derjenige, der das jahrelang erlebt hat, dass dich Kontinuität am Ende doch bescheißt, ist Daniel Bergert. Daniel Bergert aus Berlin. Er hat ein Buch geschrieben: In der Achterbahn janz vorne. Und der Junge hat zehn Jahre nicht lachen können, hat zehn Jahre unter Depressionen gelitten, hat Ängste gehabt, ist mit seinem Körper nicht klargekommen und so weiter und so weiter. Aber er hat einfach aus ja, aus dieser Kontinuität die Dinge immer weitergemacht in seinem Leben, weil er glaubte, es ist ja wichtig, dass ich mit meinen Freunden zusammen bin, dass ich hier die Nacht zum Tag mache in Berlin, dass ich Alkohol trinke und, und, und, dass ich mich immer wieder überfordere, dass ich immer wieder noch einen drauflege und im Beruf Gas gebe und, und, und ja und dann… Dann hat es zugeschlagen: die Angst und die Depression, und er ist zusammengeklappt und konnte 10 Jahre nicht lachen.

Und genau darüber hat ein Buch geschrieben: In der Achterbahn janz vorne. Mit dem Untertitel: Wie die REICH Methode mein Leben auf den Kopf gestellt hat.

Und ganz wichtig ist, der Daniel hat sich dann gesagt: „Ja klar, ich schärfe meine Axt, oder ich hole mal für das überdrehte Gewinde die Eisensäge. Und da lasse ich mir dann eben auch noch von anderen Menschen helfen.“

Also, bevor er zu mir gekommen ist, zu mir ins Coaching und da mitgemacht hat, hat er viele Jahre sich begleiten lassen auch von einem Therapeuten. Er hatte immer die ganzen Jahre bis heute, – und das wird auch so bleiben – seine Frau an seiner Seite, die ihm immer Stabilität gegeben hat, die ihn immer so genommen hat, wie er ist, die nicht an ihm rumgefrickelt hat, die immer für ihn da war. Bedingungslos. Das findest du sowieso selten. Also, das ist auch ein Riesending für seine liebe Frau, ich darf den Namen sagen, sie heißt Daniela. Ja, Daniel und Daniela.

Also, das für dich zum Thema: Kontinuität bescheißt dich doch. Und wenn du davon wegwillst, dann schärf die Axt und hol die Säge raus für das Gewinde.

Und wenn du Lust hast, dann blick mal in das Buch vom Daniel Bergert: In der Achterbahn janz vorne. Den Link dazu findest du in den heutigen Shownotes. Viel Spaß!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH!

Und mir fällt natürlich noch ein: Wenn du Lust hast, mir zu 7 Jahren Podcast zu gratulieren, dann freue ich mich auf eine Mail von dir! Meine E-Mail-Adresse findest du auch in den Shownotes. Wenn du mich direkt anrufen willst, liebend gerne, meine Telefonnummer findest du auch in den Shownotes.

In dem Sinne, das war, ist und bleibt Thomas REICH.

Hab ein schönes, reiches Wochenende!

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