#828 – Zu viel Verantwortung

Zu viel Verantwortung
Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

Zu viel Verantwortung ist ein Stressfaktor, der dir womöglich gar nicht bewusst ist. Fühlst du dich schlecht in einer gewissen Situation, lohnt es sich über das Thema Verantwortung bis hin zu Schuldgefühlen nachzudenken.

Woher das kommt und was du tun kannst wenn dich Verantwortung überfordert, erfährst du in meinem Podcast.

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Zu viel Verantwortung

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute, am Mittwoch, möchte ich mit dir sprechen über das Thema: Verantwortung. Die Überschrift ist ja: Zu viel Verantwortung.

Gut, da hätte ich noch ein Fragezeichen hinter machen können, also, denn zu viel Verantwortung ist ein Stressfaktor, der dir womöglich gar nicht bewusst ist. Also gibt es diese Situation, wo du dich schlecht fühlst? Wenn es die gibt, dann lohnt es sich über das Thema Verantwortung bis hin auch zum Thema Schuldgefühle wirklich mal nachzudenken.

Woher das kommt, und was du tun kannst, wenn du dich bei der Verantwortung überfordert fühlst, das erfährst du im heutigen Podcast. Ich bleib natürlich genauso, wie am Montag, bei dem Thema intrinsische Motivation, also die inneren Antreiber die Personal Life Driver.

Und Menschen, die in einem Beruf sind und immer das Gefühl haben: „Boah, ich muss jetzt zu viel Verantwortung übernehmen, das stresst mich total!“, die sind aller Wahrscheinlichkeit nach eher Dienstleister, also, die haben intrinsisch veranlagt, dass sie Dienstleister sind.

Es gibt Dienstleistung und Führung, das liegt auf einer Ebene.

Das ist wie am Montag. Weißt du, die Linie auf dem DIN A4 Blatt, quer, 30cm, schreibst auf die eine Seite: Dienstleistung, auf die andere Seite: Führung. Egal, ob Führung links oder rechts steht, das spielt dabei keine Rolle.

  • Und Menschen, die Dienstleister sind, die sind immer damit verbunden, dass sie von außen eine Bestätigung brauchen, eine Bestätigung von anderen Menschen.
  • Menschen, die Dienstleistung intrinsisch verankert haben, denen bedeutet es für das eigene Wohlbefinden sehr, sehr viel, also, diese Bestätigung von außen, dass ihnen jemand sagt, was sie tun sollen, oder was sie auch lassen sollen. Die brauchen das.
  • Wir können auch sagen, am effizientesten arbeitet dieser Mensch, – also der Dienstleister – und der fühlt sich dann auch wirklich wohl, wenn er oder natürlich auch sie klare und überschaubare Arbeitsaufgaben bekommt, oder klare und überschaubare Arbeitsaufgaben bearbeiten kann.
  • Wenn allerdings solche Menschen selber entscheiden sollen, was von den Arbeitsaufgaben am wichtigsten ist, oder auch, was hat die höchste Priorität, was muss sofort erledigt werden für den Chef oder für die Chefin, dann hat er oder sie zuviel gefühlte Verantwortung. Seine eigene Leistung, seine Energie, die sinkt dann nach unten. Die geht in den Keller. Und es kann natürlich auch echten Stress verursachen, und Stress will man nicht.
  • Also, für dienstleistungsorientierte Menschen besteht das Leben nicht nur aus Arbeit und Erfolg, sondern aus einem ausgewogenen Verhältnis von beruflicher Aktivität und Freizeit.

Also das ist genau das Gegenteil von dem, was ich habe. Ich habe Führung sehr hoch ausgeprägt, ich will Menschen führen, ich will Verantwortung, ich habe Verantwortung, ich übernehme Verantwortung den ganzen Tag. Wenn ich das nicht habe, dann kriege ich gefühlt Stress. Also bei mir ist es genau andersherum.

Also noch mal:

Für dienstleistungsorientierte Menschen besteht das Leben nicht nur aus Arbeit und Erfolg, sondern aus einem ausgewogenen Verhältnis von beruflicher Aktivität und Freizeit.

Herauszufinden, was für diese Menschen jetzt ein wirklich ausgeglichenes Verhältnis von Anspannung und Erholung ist, das ist für ihn eben viel, viel wichtiger als Erfolg.

Also, ich brauche nicht viel Erholung. Wirklich nicht. Ich erhole mich, wenn ich eine Stunde laufe. Ich erhole mich, wenn ich 1 oder 2 Stunden rennradfahre. Das ist für mich Erholung, tatsächlich. Klingt vielleicht komisch, aber es ist tatsächlich so.

Und Menschen, die Dienstleister sind, die das intrinsisch verankert haben, die können auch Führungsaufgaben übernehmen, das ist schon möglich in einem gewissen Rahmen, doch nur, wenn es eben – was ich schon gesagt habe, – einen überschaubaren Rahmen nicht übersteigt, das heißt, ein kleines Team, ein oder zwei Kollegen. Das kann ganz gut klappen. Natürlich kann es noch besser klappen, wenn diese Person die inneren Antreiber dieser ein oder zwei Kollegen dann auch kennt, dann funktioniert es wirklich wie am Schnürchen.

Unterm Strich kann ich sagen, ist ein Dienstleister jedoch effizienter und leistungsfähiger, also dann natürlich auch glücklicher und zufriedener, wenn er als Bestandteil eines Teams seinen Beitrag zur Zielerreichung liefern kann. Wir können auch sagen, wenn ein Mensch, also ein Dienstleister in der zweiten Reihe oder aus der zweiten Reihe agiert, dann fühlt er sich wesentlich wohler.

Mein reicher Impuls für dich: Wenn du also in deinem Job, in einem Beruf steckst und schon Schuldgefühle hast, deine Aufgaben nicht erledigt zu bekommen, dann solltest du deinem Chef oder deiner Chefin gerne mal diesen Podcast vorspielen. Du bist nämlich nicht zu dumm. Du bist nicht zu dumm für die Aufgaben, sondern du bist an der – ich mach’s in Anführungsstrichen – an der falschen Position.

Beispiel: Fußball. Stell dir vor, du bist als Stürmer eingesetzt, obwohl deine intrinsisch Motivation viel besser in die Abwehr passt. Kannst du dann ein guter Stürmer sein? Nein. Dann wirst du keine Tore schießen. Und dein Chef schreit dich von außen, von der Seitenlinie an: „Nun lauf mal, nun schieß mal endlich drauf! Und knall dem Keeper mal richtig so ein Ding ins Eckige!“ Wird nicht funktionieren.

Mehr dazu findest du natürlich auch heute in den Shownotes, wie du und gerne auch dein Chef, herausfinden kannst, wie du wirklich tickst. Denn das, was uns antreibt, das hat die Menschen schon immer fasziniert. Mich genauso.

In dem Sinne, schönen Mittwoch!

Das war, ist und bleibt Thomas Reich.

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