#827 – Unglücklich in der Beziehung

Unglücklich in der Beziehung
Bild von Engin Akyurt auf Pixabay

Bist du unglücklich in deiner Beziehung? Überfordert dich manchmal dein Partner? Mit Kinder- oder Heiratswunsch? Oder weil du selbst zu viel zurückstecken sollst? Manchmal zeigen sich nach den ersten Monaten oder Jahren einer Partnerschaft zu wenig gemeinsame Werte.

Woran das liegt und wie du für dich Klarheit bekommst, dazu mehr in meinem Podcast.

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Transkript

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Unglücklich in der Beziehung

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute, am Montag, starten wir mit dem Thema: Unglücklich in der Beziehung.

Warum am Montag? Ganz einfach, das Wochenende ist vorbei und es kann gut sein, dass du am Wochenende festgestellt hast: „Ich bin tatsächlich unglücklich in meiner Beziehung.“
Oder du hast das Gefühl, dass dein Partner dich überfordert. Vielleicht immer öfter. Kann gut sein, dass du die Frage gestellt bekommen hast am Wochenende: „Hey, wann heiraten wir denn endlich?“ Oder „Wann sollen unsere Kinder auf die Welt kommen?“ und du denkst: „Oh Gott, nein, bitte nicht heiraten und bloß keine Kinder!“
Oder du hast wieder mal gemerkt, dass du mit all deinen Bedürfnissen immer wieder zurückstecken musst, und auch das macht dich unglücklich. Und wir wissen, wenn wir uns einfach nur umsehen im eigenen Umfeld, tja, manchmal zeigt es nach den ersten Monaten oder auch nach den ersten Jahren, dass es in einer Partnerschaft viel zu wenig gemeinsame Werte gibt.

Woran das liegt und wie du für dich Klarheit bekommst, da zu mir in meinem heutigen Podcast.

Du weißt ja, wenn du mich schon länger hörst, ich liebe die intrinsische Motivation. Die Motivation, die in unserer DNA steckt, und die Motivation, die uns eben von innen heraus antreibt.

Nur diese Motivation kann dich wirklich langfristig glücklich und zufrieden machen.

Und wenn du sie nicht kennst, dann wird das ein bisschen schwierig. Wir können natürlich immer so eine Selbsteinschätzung abgeben: „Ach ja, ich bin so, ich ticke so, ich ticke so…“, aber ganz sicher bist du dir nicht, wenn du nicht wirklich weißt, wie dein Energiemodell – so nennen wir es ja auch – tatsächlich aussieht. Also, ohne eine Analyse wird das schwierig. Heute trotzdem von mir ein paar Infos dazu.

Stell dir also vor die intrinsische Motivation der Unabhängigkeit, und stell dir vor die intrinsische Motivation der Verbundenheit.

Kann gut sein, dass du jetzt schon denkst: „Ach ja, klar, ich tick unabhängig“ oder „Ich tick verbunden“. Mag sein. Nur, wie stark ist das ausgeprägt? Das weißt du nicht. Das weißt du erst, wenn du es tatsächlich schwarz auf weiß siehst.

Diese Menschen, die sich dann treffen, jemand, der eine hohe Unabhängigkeit hat, und jemand, der eine hohe Verbundenheit hat, die ticken eben komplett anders. Das sind zwei verschiedene Richtungen. Das liegt so auf einer Ebene, trotzdem sind es zwei verschiedene Richtungen.

Stell dir eine Linie vor, eine waagerechte Linie, meinetwegen 30 cm lang. Nimm ein DIN A4 Blatt und lege es quer, dann hast du ungefähr 30cm. Und dann hast du eine Linie drauf, und auf die linke Seite schreibst: du Unabhängigkeit, und auf die rechte Seite schreibst du: Verbundenheit, wobei es völlig egal ist, ob links Unabhängigkeit und rechts Verbundenheit steht. Kann auch umgekehrt sein.

Und dann siehst du schon, oh Mensch, da liegen 30cm dazwischen. Das ist ein weiter Weg. Je dichter das zusammen ist, umso besser. Jemand, der Unabhängigkeit schwach ausgeprägt hat, und jemand, der Verbundenheit schwach ausgeprägt hat, da schreibst du das fast in die Mitte von dem Blatt. Und da versteht der eine den anderen ein bisschen besser.

Je stärker das ausgeprägt ist, umso mehr Unverständnis ist auf beiden Seiten da.

  • Die Menschen, die Unabhängigkeit in sich tragen, die streben nach Unabhängigkeit.

Das sagt das Wort schon. Das ist ja auch das Schöne an den Personal Life Driver. Wir haben das so einfach gehalten, dass das jeder verstehen kann. Und Menschen, die Unabhängigkeit in sich tragen,

    • die streben auch nach einer gewissen Selbständigkeit,
    • die wollen Freiheit,
    • denen widerstrebt es immer wieder, sich auf andere verlassen zu müssen
    • oder andere um Hilfe zu fragen oder Hilfe von denen anzunehmen.
    • Das stößt sie manchmal sogar ab, dass ihnen Hilfe angeboten wird
    • oder dass man sie unterstützen möchte,

denn Menschen mit einer hohen Unabhängigkeit, die wollen ihre Leistung selber erbringen. Das ist der Punkt. Auch wenn du denen z.B. was schenken willst, dann wollen sie das auch oft nicht haben, denn sie wollen keine sogenannte emotionale Schuld eingehen.

Also, Menschen mit einer hohen Unabhängigkeit streben immer nach einer hohen Individualität. So wollen sie leben.

Ja, und manches Mal kann das wie so eine Aversion, wie so eine totale Ablehnung sich anfühlen für den, der genau den anderen Antreiber in sich trägt mit der hohen Verbundenheit.

  • Wobei ich an dieser Stelle auch natürlich nochmal sage, es gibt auch Ambivalenzen. Es gibt auch Menschen, die eben beides in sich tragen: Unabhängigkeit und Verbundenheit.
Also, wenn du ein Pärchen hast, die haben beide Unabhängigkeit und Verbundenheit in der Ambivalenz, dann kann das wirklich gutgehen.

Da braucht man einfach nur Klarheit,

    • was wollen wir wirklich so im Leben gemeinsam erreichen.
    • Und wie viele Kinder wollen wir haben.
  • Menschen mit einer hohen Verbundenheit, also, die auf der anderen Seite dieser Linie sind, die du eben schon auf dem Papier gemalt hast,
    • denen bedeutet es sehr, sehr, sehr, sehr viel, dass sie nicht auf sich alleine gestellt sind,
    • sondern dass sie sich auf andere verlassen und einlassen können.
    • Oder umgekehrt, dass sie sich auf andere einlassen können und sich auf diese Menschen verlassen können.
Menschen mit einer hohen Verbundenheit haben eben auch einen hohen Gemeinschaftssinn, und das macht sie natürlich zu wertvollen Menschen einer Gesellschaft oder einer Gruppe oder einem Team. Die passen da wunderbar rein.

Also Teamplayer kann nicht jeder sein. Ja, die Menschen mit einer hohen Verbundenheit, die können gute Teamplayer sein. Die Menschen mit einer hohen Unabhängigkeit sind das nicht, das sind eher die Einzelgänger, die Einzelkämpfer. Und wenn diese aufeinandertreffen in einer Partnerschaft, dann kann es eben manches Mal krachen, denn die unabhängigkeitsorientierten Partner, also noch mal, die unabhängigkeitsorientierten Partner empfinden es mitunter als klammern, wenn eben der Partner dann die hohe Verbundenheit hat. Die empfinden das als klammern, damit fühlen die sich nicht wohl, damit fühlen sie sich unglücklich, wie der Titel von PODcast eben auch heißt. Also, finde wirklich heraus, wie ihr tickt. Nehmen wir noch mal das Thema: Kinderwunsch. Auch da gibt es Antreiber, die liegen auf einer Ebene, doch eben auch eine auf der Seite, eine auf der Seite.

  • Wir nennen das: die familiäre Unabhängigkeit.
Menschen mit familiärer Unabhängigkeit, die möchten autark sein, und sie möchten unabhängig sein von Kindern.
    • Die wünschen sich keine Kinder, die wollen ihr Leben nicht nach den Kindern ausrichten.
    • Wenn diese Personen Kinder haben, mit familiären Unabhängigkeit, – ich gehöre dazu, ich habe familiäre Unabhängigkeit, zwar nicht allzu stark ausgeprägt, doch ich hab’s – das heißt also niemals, jemand, der Kinder hat, mit familiärer Unabhängigkeit, das heißt niemals, dass er seine Kinder nicht liebt,
    • sondern es bedeutet vielmehr, dass er mit seinen Kindern partnerschaftlich umgeht. Das ist die sogenannte Langeleine. So gehen die Menschen mit ihren Kindern um.
  • Familienorientierung, also Menschen mit einer Familienorientierung intrinsisch auch noch sehr hoch ausgeprägt, die orientieren sich an all dem, was mit der Familie, mit den eigenen Kindern passiert.
    • Das heißt, diese Menschen möchten gegenüber seinem eigenen Partner, Mann oder Frau, und seinen Kindern, den eigenen Kindern dann sehr, sehr fürsorglich agieren.
    • Die haben dieses starke Bedürfnis, eben eigene Kinder zu haben, haben zu wollen, und sie aufzuziehen, sie großzuziehen.

Das sind so diese Familien-Menschen. Wirst du den einen oder anderen kennen.

Und für seine Kinder sind diese Menschen eben auch bereit auf eigene Bedürfnisse zu verzichten. Diese Menschen mögen einfach das Gefühl, gebraucht zu werden und für die eigene Familie, für die eigenen Kinder da zu sein.

Das ist der Unterschied.

Und wenn diese dann aufeinandertreffen, Familienorientierung trifft auf familiäre Unabhängigkeit, dann weißt du, da kann’s krachen. Immer wieder Streit, immer wieder.

Deswegen mein Impuls an dich:

Beschäftige dich wirklich mal damit, was du so willst.

Wo ist etwas in deiner Partnerschaft, das nicht stimmig ist, wo fühlst du dich überfordert. Und dann ist es wichtig, mit deinem Partner darüber zu reden, und zumindest schon mal ansatzweise so ein bisschen zu spüren: „Ticken wir intrinsisch wirklich gleich? Haben wir da die gleichen Antreiber? Oder ist das einfach verschieden?“ Und dann setzt euch immer wieder hin und stellt euch die Frage: Wenn es um unsere Partnerschaft geht, also, das kannst du dann tun ohne die Kenntnis der PLD-s, mit Kenntnis deiner PLD-s, also eurer PLD-s wird es natürlich noch viel besser gelingen. Aber selbst wenn du das noch nicht hast, kannst du immer wieder dich mit deinem Partner hinsetzen und als Überschrift wählen: Unsere gemeinsame Beziehung. Unser gemeinsames Leben. Unsere Partnerschaft. Du kannst ja eine Überschrift aussuchen, das ist deine Entscheidung. Und dann stellt ihr euch die Fragen: „Was ist uns wichtig, was ist uns noch wichtig, und was ist uns in dieser Partnerschaft, in dieser Beziehung, in der gemeinsamen Zukunft das Allerwichtigste?“ Wenn ihr das aufgeschrieben habt, erst dann sprecht ihr darüber. Und dann kann es sein, dass dein Partner sagt: „Mir ist es wichtig, dass wir drei Kinder bekommen. Und zwar so schnell wie möglich.“ Und wenn du dann feststellst: „Nee, ich will das nicht. Ich will keine Kinder, ich möchte mein eigenes Leben führen, ganz unabhängig von eigenen Kindern.“ Dann ist es wichtig, dass du das natürlich deinem Partner sagst. Wenn du das nicht sagst, dann hast du die Blagen irgendwann an den Haken und fühlst dich unglücklich, doch dann ist das berühmte Kind eben schon in den Brunnen gefallen. Das soll nicht passieren. Das kann alles vermieden werden, wenn ihr euch tatsächlich mit euch selbst beschäftigt, wenn ihr ganz ehrlich zueinander seid, und wenn ihr natürlich auch tatsächlich in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten eure eigenen PLD-s wirklich kennenlernt. Wie könnt ihr, wie kannst du deine PLD-s jetzt tatsächlich kennenlernen? Dafür gibt es natürlich in den Shownotes von diesem Podcast einen Link, und der bringt dich auf eine Seite, wo du noch eine Menge schöne Information bekommst für dich, die du nachlesen kannst und wo du eben der Frage mal nachgehst:

  • Wer bin ich?
  • Und auch: Macht es überhaupt Sinn, einen Persönlichkeitstest zu machen?

Also das findest du alles in diesem Link, der in den Shownotes angefügt ist. Ich wünsche dir viel Spaß dabei! Ich wünsche euch viel Spaß, wenn ihr schon in einer Beziehung seid, dass diese Beziehung möglicherweise, eventuell, vielleicht, – ich sag’s extra weichgespült – in der Zukunft natürlich noch besser funktioniert. Und wenn ihr feststellt, nee, wir passen gar nicht zusammen, ist das ja auch kein Beinbruch, dann macht ihr euch wenigstens nicht gegenseitig unglücklich in den nächsten Jahren. Also in dem Sinne, viel Spaß dabei!

Das war, ist und bleibt Thomas Reich.

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