#823 – Ich bin ein Versager

Ich bin ein Versager
Bild von Fábio Luciano Sorg auf Pixabay

Ich bin ein Versager. Versagen wird uns oft vorgeworfen, wenn wir etwas nicht so hinbekommen, wie andere. Es heißt dann meistens: Da hast Du echt eine Schwäche.
Gibt es hier einen Zusammenhang zu dem was uns glücklich macht? Also wenn wir etwas können, oder eben nicht? Und ist das dann wirklich eine Schwäche? …mehr dazu in dieser Podcastfolge. 

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#823 – Ich bin ein Versager

Transkript

Ich bin ein Versager

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute, am Freitag, geht es um das wunderbare Thema, oder im Grunde… ja doch, es geht um ein Thema, natürlich. Die Überschrift – so will ich es sagen – ist ja: das ist kein Versagen.

Und du kennst doch auch diese ganzen Märchen von Stärken und von Schwächen, oder? Und du kennst wahrscheinlich auch die Frage: Was hast du für Stärken und was hast du für Schwächen? Sollte Dich also irgendwann ab jetzt, irgendwann noch mal jemand fragen: „Was ist deine Schwäche?“, dann sagst du: „Ich hab keine.“

Du hast keine Schwächen, statt dessen hast du jede Menge Stärken.

Also alles das, was dich antreibt, von innen heraus antreibt, das fällt dir leicht. Das weißt du. Und es fällt dir ja auch leichter als es anderen leicht fällt, die eben genau diese inneren Antreiber nicht haben.

Also, du merkst, ich rede heute über die PLD-s, über die Personal Life Driver.

Nehmen wir mal das Beispiel: da ist ein Typ, – kannst du dir überlegen, ob Mann oder Frau, das spielt keine Rolle – und diese Person, also ein Typ, diese Person hat den Antreiber:

  • Herausgehobenheit, möchte gesehen werden, möchte wahrgenommen werden von anderen,
  • hat hohe Kontaktfreude, ja,
  • und hat auch eine hohe Führung.
  • Und meinetwegen auch noch innere Bestätigung. Also, ich weiß, was ich kann, und ich tue es einfach immer wieder.
  • Und diese Person liebt es, vor Publikum zu reden und vor Publikum aufzutreten.
Und aus dem Grund, dass diese Person das liebt, und dass sie auch die Antreiber dafür hat, wird es beim Publikum richtig gut ankommen.

Also, für diese Person ist es gefühlt eine absolute Stärke, und diese Person ist im Flow, sie kann das über Stunden lang tun. Jetzt allerdings eine andere Person, – männlich, weiblich kannst dir aussuchen, spielt da keine Rolle – hat andere innere Antreiber, und zwar

  • Bodenständigkeit, also nicht Herausgehobenheit wie die erste Person, sondern Bodenständigkeit. Die andere Seite. Ich möchte Gleiche unter Gleichen sein. Ich möchte mich nicht in den Vordergrund stellen.
  • Hat Zurückgezogenheit statt Kontaktfreudigkeit,
  • hat Dienstleistung statt Führung,
  • und hat äußere Bestätigung, was heißt, die will keine Fehler machen, statt innere Bestätigung, was heißt, ich kann alles schaffen.
  • Und da kann sich diese Person auf den Kopf stellen, die kann sich auf den Kopf stellen, sie wird nie mit der gleichen Hingabe, mit der gleichen Leichtigkeit auf der Bühne stehen wie die erste Person, die ich vorgestellt hab. Niemals. Niemals. Man glaubt es immer, das wird von anderen erzählt: Das kann doch jeder und so. Ja, das könnte vielleicht noch jeder, nur Spaß dabei haben, gut rüberkommen beim Publikum sind zwei unterschiedliche Dinge. Und wahrscheinlich, wahrscheinlich würde diese zweite Person mit der Bodenständigkeit, mit der Zurückgezogenheit, mit der Dienstleistung, mit der äußeren Bestätigung viel, viel lieber Geld bezahlen, anstatt auf einer Bühne zu stehen. „Ne, ne, also komm. Mach du das mal für mich, ich zahl dir auch Geld dafür.“

Und das ist kein Versagen, das ist keine Schwäche! Never.

Das ist kein Versagen und es ist keine Schwäche, sondern es sind andere Antreiber, ganz andere Antreiber.

Diese Person, die zweite Person mit der Bodenständigkeit, mit der Zurückgezogenheit, mit der Dienstleistung, mit der äußeren Bestätigungen, ja, diese Person wird es wahrscheinlich lieben, im Hintergrund hinter den Kulissen irgendwo großartiges zu vollbringen. Also meinetwegen ist sie eine Krankenschwester auf einer Frühchenstation, und das würde die Person mit der Herausgehobenheit, mit der Kontaktfreudigkeit mit der Führung und mit der inneren Bestätigung total stressen. Also derjenige, der auf der Bühne es liebt zu reden und das Publikum wirklich zum Toben bringt, ist auf einer Frühchenstation total fehl am Platz. Totaler Stress. Wäre das dann eine Schwäche? Nein, es ist einfach nicht sein Ding. Punkt. Es ist einfach nicht sein Ding. Doch von außen, von anderen Menschen, die eben vielleicht noch nie etwas von intrinsischer Motivation gehört haben, wird es denen als Fehler und als Schwäche ausgelegt, insbesondere, wenn unsere Eltern, unsere Schule so ganz gewisse Erwartungen haben an uns. Da werden innere Antreiber unterdrückt oder gar nicht erst berücksichtigt. Das heißt also, ein pragmatischer Schüler, jemand, der praktische Dinge liebt, wird sich immer fragen, wozu er das alles lernen muss, diese ganze Theorie, doch der wissensdurstige Schüler, der lernt sogar noch in seiner Freizeit weiter. Der hat einen anderen Antreiber. Der will nicht rausgehen mit der Schippe irgendwie buddeln oder so, der will Bücher lesen, da hat er Bock drauf, da hat der Spaß dran. Das ist das, was er liebt. Aber der pragmatische Schüler liebt eben mit der Schippe im Sand zu buddeln. Keiner von beiden hat eine Schwäche, sie haben andere Antreiber. Und mein reicher Impuls heute am Freitag ist eben: Mach dir mal klar, aufgrund von Druck, Druck von außen, und eigener Unsicherheit, die man so mitbekommen hat im Leben. „Du musst doch anders sein, du musst doch genauso sein wie der, und du musst doch genauso sein wie der!“ Also, diese Gleichmacherei, worüber ich letztens auch gesprochen habe, dadurch versucht man immer die Anforderung für das eigene Umfeld zu erfüllen, also, sich so zu zeigen, wie die anderen uns haben wollen. Und das ist ein Teufelskreis, damit wird’s dir nicht gutgehen. Also, von daher, bleib mal bei dir und mach dir klar:

Du hast ausschließlich Stärken, Stärken, Stärken, Stärken.

In dem Sinne, schönes Wochenende!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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