#819 – Ziele erreichen. Realistisch oder unrealistisch?

Ziele erreichen.
Bild von Pexels auf Pixabay

Wie erreiche ich meine Ziele? Kennst Du den Satz: „Wenn Du den Mond treffen willst, dann Ziele auf die Sterne. Dann triffst Du den Mond ganz sicher. Boah, was für ein Bullshit.
Verarsche Dich bitte nicht selber, wenn es um Deine Ziele geht. Denn es ist wichtig, dass Du eine für Dich klare REALITÄT vor Deinem geistigen Auge siehst.
Mehr dazu im heutigen Podcast.

>> Podcast abonnieren <<

Transkript

Transkript

Ziele setzen und erreichen.

Realistisch ist doch unrealistisch, oder?

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Realistisch ist doch unrealistisch oder?

Also, wenn wir immer glauben: Das Ziel oder jenes Ziel ist irgendwie realistisch für uns, können wir ganz „easy“ erreichen. Sag mal, ist es nicht irgendwie unrealistisch?
Oder was ist wirklich unrealistisch? Und was ist wirklich realistisch? Oho, ich merke schon, du kommst vielleicht nicht ganz hinterher. Also, ich habe in der letzten Zeit viel mit meinen Kunden über das Thema Ziele gesprochen.
Natürlich, wenn ein Coaching losgeht, spricht man auch über die persönlichen Ziele: Was hast du vor? Wo willst du hin? Et cetera pp. Und „Ziele setzen“ ist vielleicht, möglicherweise, eventuell, ich sage es absichtlich ein bisschen weichgespült, für die meisten Menschen kein Lieblingsthema.
Also ein Ziel zu formulieren, so wirklich konkret und klar zu beschreiben, ist für viele, viele, viele Menschen eine große Herausforderung. Vielleicht auch für dich.

Bei mir war das früher auch so. Ziele. Ja. Ja das wäre ganz gut, wenn ich das mal erreichen würde.“
Aber das auch klar zu definieren, klar aufzuschreiben, war auch für mich früher eine große Herausforderung.

Und es gibt natürlich alle möglichen Methoden, um ein Ziel zu beschreiben.
Du kannst sie zum Beispiel aufschreiben nach der sogenannten SMARTFormel: S M A R T.

  • S“ steht für spezifisch,
  • M“ steht für messbar und machbar,
  • A steht für attraktiv und auch alle Lebensumstände,
  • „R“ steht für realistisch, – da komme ich jetzt hin –
  • und „T“ dann für Termin, dass so ein Ziel natürlich auch einen Termin haben sollte.
    Und auch da bei „T“ ist es wichtig, dass es auf dem Weg zum Ziel auch ganz viele kleine Termine gibt. Die schreibt meistens keiner auf. Es ist immer nur das Enddatum drin. Ich möchte das Ziel erreichen bis zum soundsovielten. Doch, dass dazwischen eben ganz viele Termine sind, ist genauso entscheidend.

Ich will also jetzt heute einfach mal über den Punkt „R“ sprechen. Realistisch.

Und ich weiß, es gibt Menschen da draußen, die überlegen oft, was bedeutet realistisch?
Und ich sage immer: Realistisch, Realität ist eben DEINE Realität.“

Es ist nur wichtig, dass du dein persönliches Ziel vor deinem geistigen Auge sehen kannst. Ob andere Menschen, denen du dann von deinem Ziel erzählst, das auch so sehen, spielt keine Rolle. Die haben eine andere, eigene Realität.

Und letztens ist mir wieder an die Ohren gekommen, dass jemand sagte: „Ja, Thomas! Aus „realistisch“ mach ich einfach mal „unrealistisch“.
Ja okay, was ist jetzt unrealistisch? Ja, ich werde mein Ziel, dass ich habe, einfach mal komplett überziehen. Ich gebe ein Beispiel:
Da will jemand 100.000 Euro Umsatz machen im Jahr, ist selbständig und sagt: „Ich mach jetzt mal mein eigenes Ding! Ich mache mein eigenes Geschäft! Und ich möchte 100.000 € Umsatz machen! Aber ja, ich weiß auch nicht, ich glaube, ich schreibe lieber auf: eine Million!“ Also bewusst unrealistisch! Ich schreibe eine Million auf! Ich hab nämlich davon gehört: Damit man ein Ziel erreicht, sollte man es viel, viel größer setzen! Man sollte natürlich auf die Sterne zielen, um den Mond zu treffen! Nach dem Motto: Wenn du auf die Sterne zielst, wirst Du wohl auch irgendwie den Mond treffen.
Also von daher: Ziel überziehen – das bedeutet unrealistisch. Wenn man dann aber hinschaut und sagt okay, wenn du dann sagst, du willst eine Million habenwas wird dann wahrscheinlich rauskommen? Na, wenn ich dann 100.000 erreiche, ist ja geil! Also, ist ja das Unrealistische gleichzeitig die Realität. Denn wir überziehen das Ziel – ich hoffe du kannst mir noch folgen – wir überziehen das Ziel, 100.000 zu machen, hängen also eine Null hinten dran, um erfolgreich zu sein. „Verfolge mal die eine Million, damit Du wenigstens 100.000 erreichst!“ Und dann kommen wir bei 100.000 raus. Also ist es irgendwie gefühlt, jedenfalls für mich, ein bisschen Selbstverarschung.

Denn wenn man die Millionen nicht siehtwarum soll man sie aufschreiben, was soll das bringen? Ich sage lieber sein lassen und bei der eigenen Realität bleiben.

  • Das heißt viel konkreter und viel klarer ist es, zu sagen: „Ich will die 100.000!“
  • Damit kann man alle Termine, die dazu gehören um seinem Ziel näher zu kommen, wirklich viel, viel genauer planen.

Also, mit diesem Beispiel will ich dir nur sagen: Wir haben immer noch Anfang des Jahres. Wir haben heute den 3. Februar. Okay, es ist immer noch Anfang des Jahres. Der Januar ist rum, die guten Vorsätze sind eh alle irgendwie in die Tonne gekloppt.
Und ja, jetzt kann es immer noch sein, dass du denkst: „Tatsächlich, ich habe noch kein Ziel aufgeschrieben für dieses Jahr, kein Ziel, das ich bis zum Sommer meinetwegen erreichen will. Bikinifigur, Badehosenfigur, den Jakobsweg gehen oder sonst irgendwas.“
Dann fang doch einfach mal an. Setzt dich also wirklich mal hin.
Und mein Tipp an dich ist:

Schaue immer, was ist deine Realität!
  • Welches Ziel hast du vor deinem inneren, geistigen Auge?
  • Was kannst du sehen?
  • Welches Bild ist das?

Weiterhin wichtig für Deine erfolgreiche Zielsetzung: bitte nicht mit allzu vielen Leuten über dein Ziel sprechen. Denn die Mehrheit der Menschen will ja gar nicht, dass du dein Ziel erreichst. Die Mehrheit der Menschen wollen unbewusst immer, dass du da bleibst, wo du bist, und dass sie dich so behalten wollen, wie du bist.
Die wollen nicht, dass du dich großartig veränderst.
Und stell dir vor: Du du hast deine Ziele erreicht, und die anderen um dich herum erreichen ihre Ziele nicht, oder haben sie noch nicht mal aufgeschrieben. Und dann bist du schon Außenseiter. Und dann bekommst du Gegenwind.

Also, noch mal zusammengefasst. Vielleicht war es heute ein bisschen tüdelig für dich. Mein reicher Impuls für dich für mehr Klarheit, wenn du ein Ziel hast:

  • Erstens. Rede nicht mit vielen Leuten drüber! Rede nur mit denen, die wirklich auf deiner Seite sind!
  • Zweitens. Es ist immer deine Realität. Deine Realität. Wenn du deine Zielsetzung vor deinem geistigen Auge sehen kannst, ist es okay. Die anderen müssen das nicht sehen.
    Also z.B. wenn ein Architekt ein Gebäude plant, oder natürlich auch eine Architektin. Ist klar. Wenn die ein Gebäude planen, dann haben sie das erstmal innerlich vor ihrem geistigen Auge und dann fangen sie an, mit dem Stift auf Papier oder am Computer das Ganze zu zeichnen, so, dass es für andere sichtbar wird. Aber vorher haben sie das in ihrer eigenen Realität vor ihrem geistigen Auge.
  • Und drittens mein Tipp: Wirklich, lass das mit diesen unrealistischen Lebenszielen. Hör auf, die Ziele zu überziehen, sondern mache es so, dass du damit auch keinen Stress hast. Denn wenn jemand z.B. 100 000 € Umsatz machen will und dann überzieht auf eine Million, kann es gut sein, dass es wirklich komplett gegen alles läuft. Das heißt also, dass dein Unterbewusstsein immer Stress hat. Das geht dann auf die Motivation. „Oh, eine Million, eine Million! Schaffe ich nicht! Eine Million schaffe ich nicht! Eine Million schaffe ich nicht!“ Dann schafft man ja noch nicht mal 10.000! Also, das Ding kann dann voll nach hinten los gehen. Punkt.

Das für dich heute am Mittwoch 3. Februar! Hören uns am Freitag wieder!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

Du willst noch mehr Impulse?