#780 – Vergiss alles über Rhetorik

Vergiss alles über Rhetorik
Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

Die Mehrheit aller Rhetorikbücher, sind im Grunde nur ein rhetorischer Schrottplatz. Da geht es um akademisches blabla, anstatt darum mit Wirkung zu sprechen, so das es die anderen wirklich verstehen, was ich sage.
Ich verrate Dir in diesem Podcast, einige Weichmacher die Du in Deiner Sprache weglassen solltest und gebe Dir Klarheit, wie Du mit höherer Wirkung sprechen kannst.

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#780 – Vergiss alles über Rhetorik

Transkript

Vergiss alles über Rhetorik!

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Vergiss alles über Rhetorik. Das ist das, was ich dir heute am Freitag mit auf den Weg gebe: Vergiss alles über Rhetorik!

Wenn ich mir Rhetorik Bücher anschaue, die es auch heute noch auf dem Markt gibt, dann sind die meisten davon im Grunde ein rhetorischer Schrottplatz. Wirklich. Da steht so viel Mist drin, der in der Praxis überhaupt keine Wirkung hat.
Ich sage dir, wenn es um Rhetorik geht, wenn es uns Reden geht, dann ist es wichtig, dass du eine gute Wirkung hast, dass du so redest, dass dein Gegenüber dich versteht.
Im besten Fall solltest du immer so reden, dass ein Sechsjähriger oder eine Sechsjährige dich versteht.
Und das funktioniert natürlich, wenn du in Bildern redest.
Wenn du so redest, dass die Menschen wirklich wissen, wovon du redest, dass Sie einen möglichst klares Bild vor ihrem geistigen Auge haben.
Das ist auch immer so das Ding, dass jemand sagt: „Ja, ich möchte gerne finanziell unabhängig werden.“ Das ist doch kein klares Bild. Finanziell unabhängig, was ist denn das?
Was ist denn unabhängig? Da fragst du zehn Leute, kriegst du 20 Meinungen. Funktioniert nicht.

Also vergiss alles über Rhetorik, was du in dem ein oder anderen Buch über Rhetorik schon gelesen hast. Vergiss es!

Es ist wirklich ein rhetorischer Schrottplatz und es ist dann immer so ein akademisches Blabla. Und wenn wir mit akademischem Blabla so zugetextet werden, dann hören wir nicht lange hin.
Dann pennen wir meistens nach 3 Minuten ein. Und du kennst sicherlich viele Menschen die ebenso akademisch, rhetorisch reden und du weißt selber, nach drei Minuten bist du weg.
Deine Gedanken wandern komplett woanders hin.

Ich möchte dir heute am Freitag einige Weichmacher mit auf den Weg geben, die du eben auch in deinem Sprachgebrauch wirklich streichen solltest. Schmeiß sie raus!

Sie verweichlichen alles, deswegen Weichmacher, sie verweichlichen alles, was du sagst!

Der Hitparaden-Erste unter den Weichmachern ist das wunderbare Wort “eigentlich” eigentlich. Da kannst du die Uhr nachstellen. Alle 60 Sekunden, wenn Menschen miteinander reden, fällt das Wort „eigentlich.“

Wenn du zum Beispiel als Mann mit einer Frau zusammenlebst und sie kommt später am Nachmittag vom Friseur, und sagt:
„Hey, hallo Schatz, ich war beim Friseur. Schau mal, wie gefällt es dir?“ Und du sagst als Mann: „Ach, eigentlich ganz schön.“
Du willst ihr im Grunde sagen: „Hey du siehst toll aus!“
Doch du sagst: „…eigentlich ganz schön.“ Fragst dann vielleicht: „Wie teuer was es denn?“
Da kann ich dir sagen, wie der Abend verlaufen wird. Den wirst du alleine verbringen.

Wenn du deiner Frau am Sonntagmorgen beim Aufwachen sagst: „Hallo Schatz, guten Morgen. Eigentlich liebe ich dich.“ Aber auch da kann ich dir sagen, wie der Rest des Tages verlaufen wird.
Also Frühstück kannst du außer Haus machen, dann.

Schmeiß das Wort „eigentlich“ aus deinem Sprachgebrauch.

„Eventuell, vielleicht, möglicherweise“ sind so drei aus der Kategorie, die tatsächlich so an zweiter, dritter, vierter Position stehen auf der Hitparade: Eventuell, möglicherweise, vielleicht.
◦ Das ist doch nicht klar.
◦ Das ist doch nicht konkret.
◦ Ist doch nicht präzise.
Also, wenn auch von dir jemand etwas will, dann kommt er nicht mit eventuell, vielleicht, möglicherweise, sondern macht klare Aussagen, wirklich klare Aussagen.

Das Wort „aber“ benutze ich ab und zu. Dann allerdings ganz bewusst. Ich mache aus aber, also ABER daraus mache ich ABBA. War mal eine schwedische Popgruppe.

Wenn dir jemand Feedback gibt – also du stellst irgendetwas vor, hast eine Idee und hoffst natürlich darauf, dass die anderen sagen: „Hey, das ist total toll!“ – und dann sagt: „Du, finde ich eigentlich ganz gut, aber…“
Und schon hast du rhetorisch richtig ein auf die Klappe gekriegt.

Streiche also auch selber das Wort „aber“.

Ein ganz schlimmes Wort noch im Sprachgebrauch ist das Wort „weil“.
Wenn du also „weil“ an den Satzanfang stellst dann klingt es immer wie eine Rechtfertigung.
Weil streichen. Wenn du es nicht ganz streichen kannst, dann niemals an den Satzanfang. Ja, es ist immer eine Rechtfertigung. Stell dir vor, du bist mit jemand verabredet und diese Person kommt zu spät. Und dann fragst du: „Hey, warum bist du zu spät gekommen?“ Und die Person sagt: „Weil ich den Bus verpasst habe…Weil ich die S-Bahn verpasst habe…Weil ich kein Taxi gekriegt habe…Weil mein Auto nicht angesprungen ist…“

Und so reden Menschen. Hör hin! Wie klingt das für dich? Nicht überzeugend, sondern die Person rechtfertigt sich eben.

Wenn du jetzt die Person bist, die da zu spät gekommen ist, dann machst du dich klein.
Lass einfach nur das Wort „weil“ vorn weg.

Wenn dich also jemand fragt: Warum ist er zu spät gekommen?
„Ich habe den Bus verpasst. Ich habe die U-Bahn verpasst. Ich habe die S-Bahn verpasst. Ich habe das Taxi verpasst. Mein Auto sprang nicht an.“
Dann ist nur das „weil“ weg. Aber der Unterschied, wie sich’s anhört für den Gegenübern, ist phänomenal.
Du hast also eine ganz andere Wirkung auf dein Gegenüber. Du machst dich nicht mehr klein.
Teste das einfach mal aus mit anderen Menschen.
Und dann solltest du auch noch herauswerfen: „ich würde, ich glaube, im Prinzip, ich denke, manchmal, könnte, nächste Woche vielleicht, möglicherweise, eventuell sieht das schon anders aus…“

Also, auch solche Redewendung herauswerfen aus deinem Sprachgebrauch.

Vereinfacht gesagt, mein reicher Impuls für dich heute für mehr Klarheit ist:

• Rede so,dass dich ein Sechsjähriger versteht.
• Rede so, dass wirklich Kinder dich verstehen.
• Rede so, dass du in Bildern redest.
• Rede so, dass andere Menschen vor ihrem geistigen Auge ein klares Bild haben.

Wenn du davon redest, da kommt ein Auto um die Ecke.
Na, dann stellt sich der ein oder andere vielleicht, möglicherweise, eventuell ein Auto vor, dass um die Ecke kommt. Wenn du allerdings sagst: „Ein schwarzes Auto biegt um die Ecke.“ Dann sehen Sie schon ein schwarzes Auto.

Wenn du sagst, ein schwarzes viertüriges Auto biegt um die Ecke, dann sehen die Menschen ein schwarzes viertüriges Auto. Wenn du sagst, ein schwarzer viertüriger Golf biegt
um die Ecke, dann sehen die Menschen einen schwarzen viertürigen Golf.

Je klarer du sprichst, umso klarer ist das Bild, was du eben auch deinem Gegenüber vor sein geistiges Auge setzt.

Und je klarer du sprichst, umso klarer ist deine Botschaft, und umso klarer ist das, was du möchtest. In dem Sinne viel Spaß damit!

Übe mal am Wochenende! Schönen Freitag, schönen Samstag, schönen Sonntag bis Montag.

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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