#775 – Lock Down und der Frust

Lockdown und der Frust
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Da ist er der Lock Down Nummer 2, im Jahr 2020.
Da sind einige wahnsinnig genervt oder verlieren fast die Nerven. Frust kommt hoch, doch warum?
…und wie kannst Du den Frust loswerden?
Werde ich Dir in diesem Podcast verraten.

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#775 – Lock Down und der Frust

Transkript

Lockdown und der Frust

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas. Ja heute am Montag, 2. November, da geht’s los. Oder?
Oder es geht eben auch nicht los. Lockdown Nummer zwei 2020.

Lockdown und der Frust ist die Überschrift vom heutigen Podcast.

Und ich möchte dir heute etwas mit auf den Weg geben, etwas ganz Wichtiges, wie du in 3 Sekunden deinen Frust verlierst.

Wirklich in 3 Sekunden trotz Lockdown.

Es ist ja jeder in irgendeiner Art und Weise von diesem Lockdown betroffen. Der eine mehr, der andere weniger. Mag sein, dass es auch den ein oder anderen gibt, den das ganze irgendwie total am Hintern vorbeigeht.

Also, ich gebe dir heute was mit auf den Weg, wie du in 3 Sekunden Frust verlierst. Wenn du also tatsächlich von diesem Lockdown auch berührt bist.

Könnte ich auch sagen: Nie wieder Frust, und ich meine das wäre doch für dich super, oder? Nie wieder Frust, nie wieder Frust in deinem Leben. Wäre das was? Hättest du Bock drauf?

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie oft du in deinem Leben also, pro Tag, pro Woche, pro Monat, pro Jahr Frust schiebst?

Hast du eine Ahnung, wo du wirklich frustriert bist für manchmal nur ein paar Sekunden, paar Minuten, paar Stunden oder manchmal auch Tage?

Also, ich kenne genug Menschen da draußen, die ständig frustriert, sind. Ständig wirklich dauerhaft. Immer am nörgeln. Die haben nur wirklich ganz kurze Momente, wo es ihnen gut geht, ansonsten ist immer irgendwie so ein Dauerfrust angesagt.
Und ja ich sag dann auch absichtlich, die versuchen sich natürlich auch mit allen möglichen Ablenkungen wieder zu übertünchen. Aus dieses diesen Frust futtern Sie Chips oder essen Kuchen zuviel und glauben, dass der Frust irgendwie verschwindet. Ist aber nicht so. Da wird der Frust meist noch größer.

Das Thema ist, oder die Frage vielmehr, die Frage ist, warum haben die denn Frust?

Und im Grunde ist das ganz simpel. Warum haben die meisten Menschen Frust da draußen, warum?

Haben sie zu wenig Geld? Nein, also ich red von den meisten, warum haben die meisten Menschen Frust. Zu wenig Geld, nein.

Haben sie zu wenig essen, nein. Also jedenfalls nicht hier in Europa.
Schlechtes Wetter? Ja gut okay, jetzt im November, dann auch noch im November Lockdown und Novemberblues und so. November Rain und all diese Geschichten. Ok, bei schlechtem Wetter, geht die Stimmung schon mal bisschen schneller in den Keller, aber grundsätzlich ist es nicht das Wetter!

Weißt du, warum die meisten Menschen wirklich so viel Frust haben?
Das ist ganz simpel. Ich habe das schon vor einigen Jahren mal gehört oder eher nein, ich habe es gelesen in einem Posting von Silke.
Welche Silke? Verrat ich jetzt nicht, kannst du dir ausdenken, und die hat geschrieben, was bei mir sofort ankam, und ich JA sagte.
Die hat es so auf den Punkt gebracht.

Die Frustrierten frustrieren.

Klingt komisch, oder? Die Frustrierten frustrieren. Also die Menschen, die sowieso schon frustriert sind, die frustrieren auch noch die anderen. Ist komisch, oder? Also, klingt auch komisch. Das ganze Wort “frustrieren”, das frustriert ja schon.
Und, wenn du dich also von irgendetwas frustrieren lässt.

Also wenn du dich wirklich von so vielen Kleinigkeiten immer wieder runterziehen lässt, dann hat das natürlich wieder damit zu tun, dass du selber nicht weißt, was du wirklich willst in deinem Leben.

Das ist auch klar, oder? Menschen, die wirklich wissen, was sie wollen, lassen sich nicht frustrieren.

Wenn du nicht weißt, was du wirklich willst in deinem Leben, dann sind wir wieder bei dem Thema Ziele. Dann sind wir wieder bei dem Thema,
intrinsische Motivation, denn davon hast du keinen Plan. Du bist immer unterwegs mit der extrinsischen Motivation. Du glaubst immer, dass dich das dicke Auto, das mehr Geld oder der tolle Nachbar oder sonst irgendetwas extrinsisch motivieren kann.
Funktioniert aber nicht. Auch nicht Chaka chuka, und so weiter, Uga Uga hilft nicht.
Geht nicht! Du kennst deine intrinsischen Motivatoren nicht, und deswegen ist der Frust da.

Es gibt vielleicht 3 von 100 Menschen, die wirklich wissen, was sie in ihrem Leben wollen. 3 von 100, 97 wissen das nicht. Die leben einfach so jeden Tag dahin.

Das kann ich dir sagen aus dem Grund, dass ich mich seit über 30 Jahren immer wieder mit anderen Menschen, mit mir selber natürlich auch, beschäftige und immer wieder beobachte,und das ist eben auch einer der Gründe, warum sie Frust schieben, also bei den 97, die nicht wissen, was soll ich machen in meinem Leben. Ich weiß es nicht. Die anderen sind alle besser. Ja und dann schieben sie den Frust.
Und die leben ihr Leben eben nicht nach ihren Vorstellungen und nach ihren Regeln, sondern sie orientieren sich immer am Mainstream.
Und du brauchst dir das ja nur mal anzuschauen. Schau dich einfach noch mal um auf der Welt.

Was wird denn alles so in Social Media gepostet, in Facebook in Linkedin in TikTok. Na höre ich jetzt auch immer öfter mal wieder von unserer Tochter. TikTok. Was wird da alles gepostet? Völlig oberflächliche Themen, und je banaler, desto mehr Klicks, desto mehr Downloads. Je banaler, je bekloppter das Thema ist, umso mehr Klicks.

Und so gut wie jeder da draußen, jeder buhlt um Aufmerksamkeit, für sein Leben für die virtuellen Freunde, die er im echten Leben nie gesehen hat.
Jeder buhlt irgendwie darum: seh mich, seh mich, seh mich! Oder guck mal hier, was ich alles Tolles kann.

Und diese Menschen haben ihren Fokus eben nicht auf ihren Zielen,
sondern das wird mit den ganzen Social-Media-Aktivitäten immer wieder übertüncht.

Ablenkung. Hauptsache nicht mit sich selbst beschäftigen.

Und wenn wir mal diesen Vorhang, diesen meinetwegen virtuellen Vorhang, bei den Leuten an die Seite schieben würden, weißt du was du dann siehst?

Ganz viel Traurigkeit, ganz viel Kummer, viele Sorgen, viele Nöte, viele Ängste und manchmal auch das blanke Chaos und ganz tiefe Abgründe des Lebens.

Ich kann jetzt sagen, auf der einen Seite ist es mir völlig wurscht, was andere im Leben so treiben und was andere aus ihrem Leben machen.

Da bin ich bei meiner intrinsische Motivation, dem Realismus.

Realismus bedeutet Gerechtigkeit für mich. Bedeutet auch, jeder ist seines Glückes Schmied.

Auf der anderen Seite finde ich es schade, dass Menschen sich so wenig mit sich selbst beschäftigen und so wenig aus ihrem Leben machen.

Das ist meine intrinsische Motivation vom Idealismus.

Also, ich habe da eine Ambivalenz. Ich habe die intrinsische Motivation Idealismus in mir und die intrinsische Motivation Realismus in mir.
Hab immer beides in mir und ich will beides bedienen.

Idealismus bedeutet, ich will soziale Gerechtigkeit für andere. Ich will, Gerechtigkeit für andere, und ich trage eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung, das bedeutet Idealismus, wenn wir es hoch ausgeprägt haben.

Und somit ist es von mir kein böser Vorwurf an die Menschen, die immer am Jammern sind und immer frustriert sind und die anderen frustrieren, sondern ich will die mal wachrütteln. Ich will sie inspirieren.
Darum geht’s mir.

Und dich will ich inspirieren, dass du weggehst von denen die ständig frustriert sind.

Weg von denen, die überhaupt nicht bei sich sind. Das bremst dich in deiner Entwicklung. Das bremst dich total und es kostet deine Lebenszeit. Hau einfach ab von denen, verschwinde! Mach ein riesengroßen Abstand zwischen ihnen und dir.

Fang einfach an, dich mit Leuten zu umgeben, die dir guttun, die dich inspirieren, mit dem du Spaß hast, die an dich, dein Potenzial und an deine Ideen glauben, an deine Stärken.

Du musst nicht jede Sekunde deines Lebens super Laune haben. Habe ich auch nicht. Gibt’s auch nicht. Ich kenne keinen, der jede Sekunde super Laune hat. Dann tut er nur so.

Und ich kenne auch keinen, der nur noch mit der rosaroten Brille durch die Gegend läuft. Kenne ich nicht.
Also viele versuchen, damit erfolgreich zu sein. Das klappt zwar auch nicht, denn ständig nur die Sonne auf dem Hintern und immer super Laune immer, immer, immer, das gibt es nicht.
Auch nicht, wenn du deine PLDs kennst. Dann wird es irgendwann passieren, dass du deine PLDs mal nicht bedienst oder dass sie von anderen mit Füßen getreten werden, und das ist auch mal irgendwie nicht so schön.

Passiert auch so ein Lockdown bei dir.

Also, umgebe dich wirklich mit denen, die dich inspirieren.

Ich persönlich habe die, die mir nicht guttun in meinem Leben,
schon lange an die Seite gepackt.
Die sollen ihr Leben leben, und ich lebe meines.

Und manchmal will sich da wieder jemand einschleichen bei mir. Das kenne ich auch. Doch entweder zeige ich ihm die rote Karte, oder ich entferne mich von ihm.
Das klappt im Grunde richtig gut, auch wenn er dann doof guckt, und sich selber die Frage stellt: „Mag mich der Thomas nicht mehr?“ Ja, dann kann ich damit leben. Das halte ich aus. Mit meinen intrinsisch Motivatoren. Und habe einige mehr. Ich habe ja nicht nur Idealismus und Realismus.

Und natürlich gibt es auch, ich habe es gerade schon gesagt, bei mir im Leben immer mal wieder Momente, paar Sekunden, Minuten oder paar Stunden sogar, wo ich irgendwie frustriert bin.

Doch dann mache ich eine schöne mentale Entsorgungsübung, ich steige aufs Rad, oder auf die Harley – jetzt im November vielleicht nicht so viel, obwohl ich durchgehendes Kennzeichen habe, – und fahre auch bei Kälte.
Ich ziehe mir Laufschuhe an, renne eine Stunde, oder ich schmeiße mich auf den Boden und mach paar Liegestütz, oder ich ziehe mich einfach mal zurück. Ja.

Und es gibt auch Situationen im Leben, da kann der Frust dich anschieben.

Da kann er dich anschieben, das tut zwar etwas weh, doch der Frust kann dich auch nach vorne pushen, frei nach dem Motto, jetzt erst recht. Und das habe ich mal erlebt, als ich in Hamburg Marathon gelaufen bin. Das war der Marathon im April 2015. Ich kann mich ganz genau daran erinnern. Da waren zehn der 42 km ein echter Highway to Hell also.
42 km machen sowieso nicht Spaß, egal, auch wenn das Wetter schön ist. Ich habe das noch nie erlebt. Ich bin schon einige gelaufen, und ich hatte nie über die gesamte Distanz Spaß, aber bei dem in 2015 da waren 10 km, richtig Kacke.
Regen, Kälte, Wind, Krämpfe in den Oberschenkeln. Ich wurde immer langsamer. Ich musste anhalten. Meine Muskeln haben einfach blockiert. Kein einzige Meter hat mehr Spaß gemacht. Und dann kam diese ganze Erinnerung an die wochenlange Vorbereitung. Und dann sowas. Und ich wurde immer langsamer, und auch meine Stopps da habe ich natürlich wahnsinnig viel Zeit verloren. Meine geplante Zielzeit schwand dahin.
Unter vier Stunden da war schon längst …, da war nichts mehr los. Konnte ich mir abschminken.

Und ich habe mir selbst die Frage gestellt. Soll ich aufgeben und mit einem Taxi zum Ziel fahren?

Ne, war keine Option. Ich wäre noch nicht mal schneller da gewesen.

Also habe ich den Kopf neu sortiert. Dann habe ich mir gesagt: „Okay, wenn du es nicht unter vier Stunden schaffst und jetzt so weiterläufst, dann schaffst du vier Stunden 20!“ Das war dann mein Fokus.

Ich gab alles, was ich konnte, in den letzten 10 km. Auf den letzten 2 km dann wurde ich sogar noch ein bisschen schneller, denn ich wusste, das Ziel kommt immer näher, in der letzten Kurve, da hat man hier in Hamburg das Ziel ungefähr 300 Meter vor Augen. Kamen mir schon die Tränen, da fing ich schon an zu heulen. Und mit 4 Stunden und 17 Minuten rannte ich über die Ziellinie, und dann bin ich sofort in die Knie gegangen. Heulend vor Freude habe ich mich innerlich noch mal bei den ungefähr 500.000 Zuschauern an der Strecke bedankt, denn diese 500.000 beim Marathon in Hamburg, die wollen, dass jeder Läufer ins Ziel kommt.
Die glauben an dich und an dein Ziel, den Marathon zu schaffen. Und die stehen stundenlang an der Strecke, um jeden, wirklich jeden zu bejubeln, der es auf sich nimmt, einen Marathon zu laufen also ein Marathoni zu werden.

Und so kann der ganze persönliche Frust, der uns Menschen mal passiert, trotzdem ins Ziel bringen, auch wenn es dann etwas später erreicht wird.

Also das Ziel ist erreicht, ob nun in drei Stunden 50, drei Stunden 55, oder vier Stunden 17 ist doch im Grunde kack egal.

Doch stell dir mal vor, wenn an der Laufstrecke nur Frustrierte gestanden hätten, die dir dann zurufen: „Nein, lass das doch! Bringt doch nichts! Schaffst du eh nicht! Macht keinen Sinn! Geh nach Hause! Du schläfst doch gleich ein, rennen sollst du,  rennen und nicht hier schlafen! Du faule Sau! Du Versager!“

Hätte mich das nach vorne gepusht? Nein.

Und wenn du in deinem Leben wirklich ein bisschen reicher werden willst, ein bisschen glücklicher, zufriedener immer in deiner Definition, wenn du einfach viel mehr dein Leben führen willst, wenn du Klarheit willst für dein Leben, dann noch mal zum Mitschreiben:

Sortiere die frustrierten Menschen aus deinem Leben aus. Wirklich! Hör auf zu jammern! Hör vor allem auf mitzujammern, so will ich das sagen.

Eine Zeit lang habe ich das früher auch gemacht. Kann für ein paar Minuten auch mal Spaß bringen. Da einfach mal rumjammern. 30 Sekunden ist eine gute Zeit, einfach mal jammern und dann die Kotztüte vollmachen. Dann nach 30 Sekunden geht’s einem besser.
Also entfernt dich von diesen Menschen.

Und das ist der Punkt: Diese Entscheidung zu treffen, die Frustrierten nicht mehr zu treffen, dafür brauchst du nicht mal 3 Sekunden.

Also noch ein bisschen mehr Klarheit für dich. Meine reichen Impulse:

Frust kostet dich deine Lebenszeit, die Frustrierten frustrieren.

Schreibt euch diese drei Sätze mal auf: Die Frustrierten frustrieren.

• Trenne dich von den Frustrierten!
• Und denk dran: Manchmal pusht dich Frust auch zum Ziel!

Und so kann es eben auch sein mit dem Lockdown und für November 2020.
Schau dir einfach an, was frustriert dich wirklich daran, und dann schau dir an, wie kannst du trotz allem dein Ziel in diesem Monat erreichen.

Viel Spaß damit! Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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