#754 – Du bist die Marionette der anderen

Du bist die Marionette der anderen
Bild von Marc Rickertsen auf Pixabay

Unser Umfeld und das Schulsystem, hat uns immer wieder klar, dass das Leben kein Ponyhof ist. Uns wurden Regeln und Werte vor die Nase gehalten, die andere für richtig empfinden. Die wir selber allerdings ganz anders empfinden können. Glaubenssätze und Einstellungen, werden uns durch die Eltern und Kulturkreise mit auf den Weg gegeben, ob wir wollen oder nicht.

Kommst Du damit in Deine persönliche Bestform?
Nein.

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Transkript

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Du bist die Marionette der anderen

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Ja, du hast die Überschrift schon gelesen von diesem Podcast: Du bist die Marionette der anderen.

Und da kann es gut sein, dass du dir denkst: „Nee Thomas, Quatsch! Totaler Blödsinn! Das ist ja, also bitte, ich lebe doch mein eigenes Leben, ich weiß doch genau, was ich tue!“ Bin ich mir nicht sicher. Bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich bei dir so ist. Weißt du, unser Umfeld und natürlich auch das Schulsystem, – auch das heutige so 2020, – das Schulsystem heute und auch meines, was ich von früher kannte oder immer noch kenne – ich bin ja Anfang der 70-er in die Schule gekommen, das ist natürlich Ewigkeiten her, aber trotzdem hat sich an dem klassischen Schulsystem nicht wirklich viel geändert, – und unser Umfeld und eben auch das Schulsystem macht uns ja immer wieder klar – auch heute noch, – das Leben ist ja kein Ponyhof. Also nee.
Das wäre ja schön, wenn wir alles uns wünschen könnten, was wir irgendwie wollen, und es werden uns Regeln und Werte vor die Nase gehalten, die andere für richtig empfinden.

Noch mal, also, Regeln und Werte werden uns vor die Nase gehalten, werden uns gezeigt, die andere für richtig empfinden, die wir selber allerdings ganz anders empfinden können. Und oft ist es auch so, wir empfinden das total anders und denken so: „Das kann aber ja nicht sein, weil so viele sagen mir ja ihre Regeln und ihre Werte, die sind ja alle in der Mehrheit, und das muss ja richtig sein.“

Also so entstehen eben auch Glaubenssätze und Einstellungen. Glaubenssätze und Einstellungen werden uns durch die Eltern und durch Kulturkreise mit auf dem Weg gegeben, ob wir wollen oder nicht.

Und manchmal sind es nicht nur die Eltern, manchmal sind es sogar eben auch noch die Großeltern, wenn sie vielleicht im gleichen Haus leben, oder auf dem gleichen Hof leben, so wie das früher bei Maria war. Da hat auch noch der Großvater mit auf dem Hof gelebt. Und wir können uns nicht dagegen wehren, dass wir ständig das hören, was die anderen sagen.

Und wir verhalten uns deswegen häufig so, wie es andere von uns erwarten, und wir sind uns von den Einstellungen und den Glaubenssätzen auch gar nicht so bewusst, also vor aller Dingen nicht in jungen Jahren.

Wir denken natürlich immer: muss ja richtig sein. Also, wir nehmen das erstmal alles auf, wie so ein trockener Schwamm jeden Wassertropfen aufnimmt. Ja, wir werden damit konditioniert in unserem Verhalten und natürlich auch in unserer Wahrnehmung, also von Oma, Opa und Vater, Mutter, von Freunden, von Schulkameraden und von dem weiteren Umfeld.

Und in der Regel verhalten wir uns viele Jahre so, wie andere wollen, dass wir uns verhalten.

Ich sag’s noch mal: In der Regel verhalten wir uns viele Jahre so, wie andere wollen, dass wir uns verhalten. Ich will jetzt nicht in die Kindererziehung gehen, aber das ist genau das gleiche. Wenn man irgendwie Stress hat mit den Kindern, dann heißt es immer: „Wenn du dein Zimmer jetzt aufräumst, dann können wir wieder Freunde werden“ oder „dann bin ich wieder nett zu dir.“ Das ist auch nichts anderes als die Kinder zu konditionieren. Und wir, als Kind, haben uns natürlich auch in der Vergangenheit so verhalten, wie die Eltern das wollten. Und wir fühlen uns manches mal ganz anders. Ich habe in den einem oder anderen Podcast schon mal darüber gesprochen.

Es gibt Menschen, – einfach nur, dass du ein anderes Bild jetzt hast – die fühlen sich wie ein Fisch. Also, die fühlen sich pudelwohl, wenn sie irgendwie im Wasser schwimmen können. „Ja, ich bin Fisch, und hey, es ist super, als Fisch irgendwie auf dieser Welt zu sein!“ Im übertragenen Sinne. Und wir verstehen natürlich nie, warum wir auf einen Baum klettern sollten. Das verstehen wir nicht. Also, wenn andere sagen: „Jetzt kletter mal auf den Baum!“, dann denken wir: Habe gar keinen Bock drauf! Also, selbst wenn uns ein Affe, – der natürlich ein hervorragender Baumkletterer ist, – selbst wenn der uns das vormacht., wir verstehen es einfach nicht, warum wir das tun sollen, denn wir fühlen uns ja wie ein Fisch. Doch wir fangen eben an, immer mehr zu glauben, dass wir dann ja falsch sind als Fisch. Also rennen wir dann doch irgendwie dem Affen hinterher, – auch wenn wir das gar nicht können, wir sind ja ein Fisch, wir können gar nicht rennen, – aber irgendwie immer hinterher.

Und die Lehrer und also in der Schule, die haben es ja früher auch schon gesagt: „Hey, weißt du, selbst wenn du ein Fisch bist, musst du auf diesen blöden Baum! Strenge dich einfach mehr an!“

Und wir glauben also irgendwann daran, dass wir wirklich – weil es uns ja immer wieder gesagt wird, wir müssen uns so verhalten, wie die anderen es von uns erwarten – dass wir falsch sind.

Und wir werden durch diese ganzen Konditionierungen, durch diese ganzen Dinge von außen, werden wir extrinsisch motiviert oder meinetwegen auch demotiviert.

Das ist ja immer alles von außen. Doch extrinsische Motivation, also Motivation von außen führt nie, niemals zu deiner persönlichen Bestform.

Erzähle ich immer wieder, und werde ich auch immer wieder erzählen, weil das ist totaler Quatsch ist, wenn irgendeiner erzählt: „Hey, ich bin Motivationstrainer, und ich bringe dich dahin, wo du hinwillst!“, dann ist das Bullshit. Du kannst dich nur selber dahin bringen. Der kann dich nicht von außen motivieren, wenn er nicht weiß, was deine intrinsischen Motivatoren sind.

Und die extrinsische Motivation, also die Motivation von außen, hält, wenn überhaupt, auch nur sehr kurz an.

Darüber gibt es wissenschaftliche Studien. Und du wirst es aus deinem eigenen Leben kennen, wenn du in das Arbeitsleben eingestiegen bist, dann kennst du es ganz bestimmt. Irgendwann hast du eine Gehaltserhöhung bekommen von 200 €! Riesenfreude am Anfang für diese Belohnung, 200 € mehr. Doch nach zwei Monaten hat sich dein ganzes System innen und außen daran gewöhnt, das heißt dein inneres System hat sich daran gewöhnt und dein äußeres System auch, denn du gibst einfach auch mehr Geld aus. Und nach zwei Monaten ist dann die vermeintliche extrinsische Motivation wieder weg. Also, deine Lebensumstände haben sich einfach diesen 200 € mehr komplett angepasst, und dann ist alles wie vorher. Selbst wenn du dir ein schickes Auto zulegst: Hey, ja, hey komm, ich kaufe mir jetzt ein geiles Auto!“ Riesenfreude, Riesenfreude! Habe ich früher auch gehabt. Die Riesenfreude bleibt, bis jemand kommt, den du kennst, und der hat ein schickeres Auto. Freude weg.

Und deswegen du bist die Marionette der anderen mit der extrinsischen Motivation, wenn du dich nur darauf immer wieder fokussierst.
Denn wir lernen nicht im Kindergarten, wir lernen es in der Regel auch nicht von unseren Eltern – also ich hab’s von meinen Eltern nicht gelernt –, wir lernen nicht, auf unsere ganz eigene innere Stimme zu hören, wir lernen nicht, auf unser Herz zu hören, wir lernen nicht, auf unseren ersten Impuls zu hören, das lernen wir nicht, und deswegen knallts irgendwann im Leben und dann stehen wir vor so einer Eingangstür: die Eingangstür zum täglichen Frust, zum Alltagstrott im Beruf und in der Beziehung.

Und je länger das dauert, je länger wir auf diesem Weg bleiben, umso schneller steuern wir eben auf diese ganz dunkle, schwere Tür zu. Und weißt du, was da draufsteht? Burnout und Depression. Herzlich wilkommen! Treten Sie ein! So schnell kommen Sie hier nicht wieder raus. Wenn das Schloss der Tür hinter dir krachend oder ganz leise ins Schloss fällt, dann bist du drin in diesem Gefängnis, ohne Fenster und ohne frische Luft.

Deswegen ist mein Impuls heute an dich: Finde wirklich raus, was deine intrinsische Motivation ist.

Ob du das mit mir, Thomas Reich gemeinsam machst und dann weißt, was sind deine persönlichen Lebensantreiber, deine PLD-s, deine Personal Life Driver. Hey das wäre super, ich würde mich drüber freuen! Aber wenn du sagst: „Nein, bei Thomas Reich will ich das nicht machen.“, dann mach das irgendwo anders, dass du wirklich weißt, was ist deine innere Motivation, deine intrinsische Motivation, denn nur, wenn du die kennst, dann bist du der Gestalter deines eigenen Lebens und nur dann kommst du in deine persönliche Bestform.

Alles andere ist Bullshit. Ist totaler Bullshit. Dir wird immer wieder gezeigt, ganz viel da draußen, mach es genauso, wie ich es mache, und dann wirst auch du erfolgreich. Das ist und bleibt Bullshit. Bullshit. Das geht nicht.

Also in dem Sinne, mach du draus, was du daraus machen willst! Liebe Grüße!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

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