#751 – Deine Zukunft, hängt davon ab, was Du heute tust

Deine Zukunft, hängt davon ab, was du heute tust
Bild von ddzphoto auf Pixabay

Es gab viele Momente in meinem Leben, wo ich keinen Plan hatte von meiner Zukunft.
…und trotzdem habe ich immer Dinge angefangen, die ich noch gar nicht konnte.
Heute dauert es auch etwas länger, was ich Dir zu erzählen habe…

>> Podcast abonnieren <<

Mehr Impulse zum Thema…

Teste unverbindlich
Die Reich Methode®

Kostenlos | Endet automatisch

  • Zugang zu allen Lerninhalten
  • Teilnahmelink für Community-Calls
  • Inklusive Hörbuch von Thomas REICH

Inhalt - #751 – Deine Zukunft, hängt davon ab, was Du heute tust

Transkript

Deine Zukunft, hängt davon ab, was du heute tust

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas! Wenn du heute, am Montag, den 7. September, den Podcast wirklich zum allerersten Mal hörst, ja, dann lass uns mal gemeinsam in die neue Woche starten.

Ich habe heute als Überschrift: Deine Zukunft hängt davon ab, was du heute tust.

Und manches Mal so im Leben, da fragen wir uns ja wirklich, also, das was ich da heute tue, ist es irgendetwas, das mir Spaß bringt? Ist das etwas, das mich in meinem Leben weiterbringt? Oder ist das etwas, wo ich einfach so auf der Stelle trete oder im Kreis mich drehe, oder ja, wo alles irgendwie um die eigene Achse läuft und sich nichts verändert?
Und es gab so viele Momente in meinem eigenen Leben, wo ich absolut keinen Plan hatte von meiner Zukunft. Absolut keinen Plan. Ich wusste nix. Also, ich wusste sowieso noch nicht viel in früheren Jahren und auch heute mit 55 weiß ich eine Menge aber gefühlt immer noch wenig. Und ich habe auch immer wieder Dinge getan, ich habe immer wieder neue Dinge in meinem Leben angefangen, die ich noch gar nicht konnte. Also ich konnte das auch gar nicht und habe es trotzdem gemacht.

Und da will ich dir heute ein bisschen was mit auf den Weg geben, ich weiß noch nicht genau, wie lange das dauert. Ich habe ein paar Geschichten dazu im Kopf aus meinem Leben.

Du weißt ja, als alles anfing so mit meiner beruflichen Karriere, war es alles andere als schön. Ich wollte mal ganz früher, ganz, ganz früher, da wollte ich mal Kfz-Mechaniker werden. Autoschlosser heißt das früher noch, Kfz-Mechaniker, heute heißt es Mechatroniker und so weiter und so fort. Und das wollte ich aus dem Grund werden, dass ich das Gefühl hatte, ich will Fernfahrer werden, tatsächlich. Also, ich dachte: „Ja, Fernfahrer, das ist irgendwie ganz lustig, da ist man unterwegs und das ist spannend.“ Und es gab tatsächlich auch früher, – Ende der 70er oder Anfang der 80er… Ich weiß nicht, ob’s Ende der 70er schon anfing, 79 oder so, auf jeden Fall 80-81 ganz bestimmt, ich habe das jetzt noch mal recherchiert. – da gab es in einer amerikanischen Sendung immer so einen Trucker. Das waren ja Trucker, das waren keine LKW-Fahrer sondern Trucker. Der ist mit so einem MC Truck irgendwie durch Amerika gepest und dann gab es später auch in Deutschland eine Sendung, die zwar selten in Deutschland spielte, die hieß: „Auf Achse“ mit Manfred Krug und dem anderen Schauspieler Horst Janssen glaube ich. Die sind immer durch Chile gefahren und Argentinien und so weiter, und haben natürlich alle möglichen Abenteuer erlebt, und ich dachte: „Das ist eine coole Geschichte, und wenn du dann selber LKW-Fahrer, Trucker werden willst, dann macht es schon Sinn, dass du auch vorher weißt, wie, naja, wie manches funktioniert, dass du das eine oder andere selber reparieren kannst.“ Das haben die Typen auch immer gemacht, also der Manfred Krug.

Als ich dann eine Lehre gemacht, nein Quatsch, Quatsch, Quatsch, Quatsch. Ich bin noch nicht bei der Lehre. Ich habe da natürlich ein Praktikum gemacht in einer Citroen Werkstatt. Bei Citroen, weißt Citroen, also ein Franzose. Und da habe ich gemerkt: „Ach ne, das ist total Scheiße.“ Die haben mich auch ein bisschen doof behandelt da, oder ich habe mich doof behandeln lassen. Wie das manchmal so in einem Praktikum ist oder zumindest früher war. Und diese Schmiere an den Fingern hat mir auch nicht gefallen.

Also dachte ich: „Nee, werd lieber Tischler, und dann brauchst du nur den Staub irgendwie abklopfen, den Holstaub, und es ist nicht so schmutzig. Dann vergesse ich das halt mit dem Trucker, was soll’s denn, ist doch scheißegal.“ Naja, Tischler wurde dann auch nix. Dann bin ich halt im Sägewerk gelandet und da habe ich mich ja nun gefühlt wirklich wie der letzte Loser. Sägewerk, das war alles sehr grobmotorisch, und ich habe auch nicht gesehen was ist mit dem Holz später wirklich passiert. Einen Teil konnte ich davon erkennen, in diesem Unternehmen gab’s auch eine Zimmerei, die haben natürlich auch mit unserem Holz gearbeitet, da wusste ich, naja, die bauen jetzt einen Dachstuhl oder eine Halle oder sonst irgendwas. Aber bei dem größten Teil von dem Holz, das ich gesägt habe, wusste ich nicht, was passiert wirklich später daraus. Das hat mich immer irgendwie ein bisschen genervt.

Und dann war ich ja nun frustriert viele Jahre, ich brauchte nicht zur Bundeswehr. Da hab ich mich damals hingeträumt, dass ich dachte, dann kommst du wenigstens dem Sägewerk weg, aber meine Augen waren zu schlecht, und deswegen haben sie mich nicht genommen. Ich brauchte auch keinen anderen Sozialdienst oder so leisten.

1988 hat mich im Frühjahr dann mein Freund Rainer Scholz so richtig mit Anlauf in den Arsch getreten. Er hat gesagt: „Thomas, wenn du immer nur jammerst, dann änder was! Geh doch zur Technikerschule!“ Und da habe ich eben auch was Neues begonnen, wo ich nicht wusste, was kommt wirklich später dabei raus, und Technikerschule war für mich echt eine Herausforderung, denn ich war nun mal kein Tischler. Alle anderen auf der Technikerschule waren Tischler. Ich konnte als Sägewerker allerdings dorthin, ich habe also eine Zulassung bekommen für diese Technikerschule und musste gefühlt immer irgendwie mich mehr anstrengen als die Tischler, da ich so viel Fachliches noch nicht wusste. Ich hab’s gemacht, ich wusste nicht, was draus wird, ich hatte auch keine Ahnung, ich hatte natürlich mein Konzept, dass ich den anderen dann das freie Reden beigebracht habe und dafür in den Klausuren abschreiben durfte. Das war für mich wirklich ein Gamechanger, was ich damals erlebt habe.

Als ich mit der Technikerschule fertig war, ging es zu Miele. Miele hat damals selber noch Küchen gebaut, Miele gehörte also mindestens zu den Top 3 auf der Welt, was Küchen anging, von der Qualität her, vom Preis her und so weiter. Das war top, und ich hab noch nie vorher in einem Küchenwerk gearbeitet, ich hab noch nie irgendwas mit Hochglanzoberflächen zu tun, das war meine Abteilung, in die ich reingekommen bin. Ich habe ja knapp zwei Jahre zuvor noch Baumstämme gesägt und plötzlich war ich bei Hochglanzoberflächen von Küchen. Wo manche Menschen damals schon – also das war 1990 – da haben manche Menschen Küchen bestellt für 100.000 Mark. Also heute eine Küche für 50.000 € ist wahrscheinlich nicht mehr so ungewöhnlich, aber damals für 100.000 Mark oder 150.000 Mark für eine Küche, das war für mich, Gott, war das eine komische Welt. Also sehr eigenartig.

Ich wusste, dass ich in dem Unternehmen nicht weiterkomme, also habe ich meinen Job gewechselt, habe wieder mal etwas Neues angefangen, da ich ja immer eine für mich bessere Zukunft haben wollte. Ich wollte immer noch ein leichteres Leben haben, ich wollte noch einen leichteren Job haben, ich wollte natürlich auch irgendwie mehr Geld verdienen früher.

Deswegen war es auch bei mir so, dass meine Zukunft natürlich davon abhängt, was ich heute tue.

Also habe ich nach knapp vier Jahren Miele wieder den Weg nach Hamburg gefunden, hab die Firma gewechselt, hab komplett die Branche gewechselt, also von Küchen hatte ich plötzlich mit Holz-Aluminium-Fenster zu tun, eine dänische Firma, eine Tochterfirma von Velux. Und wir haben Holz-Alu-Fenster gebaut. Meine Aufgabe war es im Grunde so als Techniker alles zu machen, so Mädchen für alles, Kalkulation, Ausschreibung erledigen, Aufmaß auf der Baustelle, Bauleitung, Warenbestellung, Warenreklamation, Verhandlung, wenn es um weitere Dinge ging, die nicht in der Ausschreibung drin waren. Und meine Woche hatte mindestens 50 Arbeitsstunden. Ich weiß, ich hab echt tierisch viel gearbeitet, doch ich lernte eben ganz, ganz viel und habe mich auch weiterentwickelt. Ich habe viel in der Kommunikation gelernt, da ich mit allen Beteiligten von so einem Bau eben auch sprechen konnte, ob es der Auftraggeber war, der Architekt, der Bauleiter, die Bauarbeiter, die Monteure, die dann die Fenster montiert haben, also alle, die irgendwie involviert waren, mit denen habe ich kommuniziert, und das war eine sehr, sehr spannende Zeit. Und manchmal waren wir so als Techniker auch so ein Troubleshooter, denn wenn du irgendwo 500 oder noch mehr Fenster einbaust, dann läuft das nicht glatt. War damals schon nicht so, und es ist heute nicht so.

Und ich habe dann als ich in Hamburg unterwegs war, auf einer Baustelle tatsächlich einen alten Techniker-Kollegen wiedergetroffen von der Schule, und der hat mir gesagt: „Thomas, hey Mann, du, bei uns ist das irgendwie noch viel geiler ! Komm doch zu uns!“ Und dann habe ich wieder gewechselt. Das war dann doch irgendwie nicht besser.

Ich habe mich da nicht wohlgefühlt, es passte da mit den Leuten nicht, und ich hab wieder was Neues angefangen. Ja, wieder mal was Neues angefangen. Vielleicht auch, weil ich wirklich daran geglaubt habe, dass ich, ja, wenn ich die Firma noch einmal wechsel, dass ich dann angekommen bin in meinem Lieblingsjob oder so. Aber das war nicht der Fall. Ich passte einfach nicht in dieses Team rein.

Und wie es das Leben dann so will, und deswegen macht es auch Sinn für dich, – so ein kleiner Impuls zwischendurch – immer wieder zu gucken, wer ist in deinem Umfeld, wen kennst du alles, und wo kannst du möglicherweise, eventuell einen neuen Job bekommen, den nächsten Sprung der Karriereleiter machen und so bei Menschen, die du sowieso kennst.

Denn in der Firma, wo ich dann war, nach den Holz-Aluminium-Fenstern, habe ich mich ja nicht wohlgefühlt, und ich habe dann wieder mit einem alten Techniker-Freund da gesprochen, und der sagte: „Komm zu uns! Komm zu uns! Bei uns ist wirklich schön, und wir suchen vor allen Dingen jemand im Außendienst, und du hast uns doch schon auf der Technikerschule das Reden beigebracht, von daher, das wird auch bestimmt das Richtige für dich! Auch noch im Ruhrgebiet, da kommst du ja her ursprünglich. Du kriegst einen schicken Dienstwagen. Komm, ich habe mit meinem Chef schon gesprochen. Komm mal vorbei!“ Das hat natürlich gezogen! Einen Dienstwagen und noch mehr Geld und im Außendienst ein bisschen mehr Freiraum, durch das Ruhrgebiet fahren und zack, gemacht. Wieder umgezogen von Hamburg dann nach Goldenstedt. Goldenstedt ist im Landkreis Vechta, und das war geil. 2 Monate war das total geil. Wirklich, also Hammer. Ich habe ein Auto gekriegt, ich habe eine kurze Einweisung gekriegt, ich hatte keine Ahnung, was wir wirklich überall für Fenster bauen können, was wir für Haustüren bauen können, es waren wirklich sehr, sehr hochwertige Produkte. „Hier ist ein Auto, hier ein Produktordner, hier ist eine Liste mit Kunden, und das sind unsere potenziellen Kunden, fahr dahin und sieh zu, dass du was verkaufst.“ Ich hab dann so auf der Straße gelernt das Verkaufen, und das war sehr schön.

Und ich hatte dann die Chance in diesem Unternehmen, tatsächlich mit dem Fertigungsleiter nach New York fliegen zu dürfen, denn ein Hamburger Unternehmer, der in New York auch ein Unternehmen hatte, der hat dort in New York Fenster verkauft und Türen verkauft an die Schönen und Reichen dieser Welt. Und er suchte noch einen weiteren Produzenten, einen weiteren Lieferanten, und die Firma, für die ich gearbeitet habe, die war dafür ausgewählt. Der Chef hat mich damals gefragt: „Hey, sag mal Thomas, kannst du Englisch?“ und schon bei der Frage wusste ich, wenn ich jetzt sage „Nein“, dann sind meine Tage gezählt. Also habe ich natürlich gesagt „Yes“. Also bisschen konnte ich. War ja noch gefühlt irgendwie noch nicht so lange aus der Schule wie heute, im Jahr 2000, und habe gedacht, das krieg ich schon irgendwie hin. Also, für die technischen Dinge war eh der Fertigungsleiter zuständig, der mitkam, und ich sollte so ein bisschen eher auf die sozialen Dinge natürlich achten, mit wem brauchen wir die besten Verbindungen. Und so saß ich also zwei Wochen später im Flieger nach New York, das war 1995 im Juni, da haben auch noch die Zwillingstürme ganz selbstbewusst in den Himmel geschaut, und wir hatten zwei fantastische Wochen. Es war herrlich, es war wirklich herrlich. Doch als wir zurückwaren, waren meine Tage auch gezählt, warum, wieso würde jetzt zu lange dauern. Ich habe ein bisschen Widerworte gehabt und so… Naja, so what.

Dann kann der September 1995, also, ich wusste dann, nachdem ich da im Grunde gefeuert worden bin nach New York, wieder nicht, was passiert mit meiner Zukunft.

Wo geht die Reise hin, verdammte Scheiße? Und ich wusste, es hängt wieder mal davon ab, was ich heute tue.

Also habe ich im September 1995 im Sauerland, im schönen Sauerland die Firma Honka entdeckt. Ich habe drei wunderschöne Honka Blockhäuser gesehen, die alle so nebeneinander standen, und war völlig von den Socken. Ich war als kleiner Junge ja derjenige, der auch Bonanza geschaut hat, und mein Kindheitstraum war, wenn ich mal groß bin, baue ich mir ein eigenes Blockhaus. Und ich war auch in Kanada 1993-1994 auf Reisen und war fasziniert von diesen ganzen Blockhäusern. Also 93 war ich auf der Westseite, Vancouver, Vancouver Island und so weiter war ich da unterwegs. Da hab ich Häuser gesehen, also… Hammer! Wirklich Hammer! Und 1994, war ich auf der anderen Seite, Toronto, da gab’s nicht ganz so viele Blockhäuser. Aber das, was ich von Honka gesehen habe, das ließ mein Herz so hochschlagen, dass ich wusste, als ich vor diesen drei Häusern stand, bei diesem Unternehmen fang ich an zu arbeiten. Ich fang da an. Ich habe in dem Moment gar nicht mit irgendwem geredet, ich wusste gar nicht, was soll ich da machen. Aber ich hab mir gesagt: „Bei denen will ich arbeiten!“ Also das mit dem Außendienst ist ja eh vorbei, da habe ich jetzt meine letzten Wochen. Und egal, wenn ich da nur Kaffee koche und Müll rausbringe oder ein bisschen Holz schleife oder so, mache ich. Tja. Und da habe ich alles dafür getan, Kontakte aufzunehmen, mit den jeweiligen Leuten zu sprechen und dann am 8. Januar 1996, saß ich als freier Handelsvertreter für finnische Honka Blockhäuser in einem wunderschönen Musterhaus. Und vorher wieder kleiner Umzug, diesmal nicht ganz so weit von Goldenstedt, nach Cloppenburg, das ist im Grunde einmal so über die A1 rüber. Denn die deutsche Zentrale von Honka war ganz in der Nähe von Cloppenburg. Dann habe ich geglaubt, jetzt bin ich angekommen! Das, also als freier Handelsvertreter finnische Blockhäuser verkaufen, Menschen einen Zuhause zu geben, selber mitzuentwickeln, wie das Haus aussehen wird. „Wow, das bringt mich in die Rente! Das ist also der Job! Der ist es jetzt!“ Ja, 1996, viel gearbeitet, wirklich jeden Tag war ich unterwegs mit Blockhäusern. Ich könnte sagen,ich habe viel geArbeitet, aber es hat sich nicht wie Arbeit angefühlt. Es war wie ein Hobby. Es hat tierisch Spaß gemacht. Und 1996 war ich so ein bisschen träge, ich musste natürlich irgendwie neu reinkommen in alles und in der Region, wo ich meine Häuser verkaufen durfte. Da waren natürlich tatsächlich also Klinkerhäuser, das A&O, roter Klinker, rotes Dach, rote Pflastersteine draußen, und dann kommst du mit so finnischen Blockhäusern um die Ecke. Das war schon echt eine Herausforderung. Es ging dann gut, 1996 war okay das Jahr, 1997 wurde es besser, 1998 – sag das vernünftig, Thomas – war super, 1999 war Bombe! Ich habe 14 Häuser verkauft in dem Jahr, und 10 war so der Durchschnitt. Also, von daher war ich ganz weit vorne. Dann habe ich ja auch Maria kennengelernt, 98 schon. Wir haben dann im September, – nein, gar nicht, war nicht im September, – im Oktober 1999 unser eigenes Haus geliefert bekommen, und dann dachte ich, wenn jetzt das eigene Blockhaus noch steht, dann, dann komme ich da in die Rente. Also dann mache ich das einfach weiter, es macht eh Spaß, und dann läuft das schon. Ja. Dann kam das Jahr 2000. Alles vorbei. Also dann ging nichts mehr. Keiner wollte mehr eigentlich finnische Blockhäuser haben, es war wie verhext, als wenn jemand den Strom abstellt. Und ich war so schockiert, denn die Jahre davor ging es immer bergauf, bergauf, bergauf, bergauf, und dann kam der Absturz. Ganz ohne Ankündigung das war wie so ein Tritt ins Leere im Dunkeln. Und ich habe dann fast zwei Jahre noch versucht, irgendwie Boden unter die Füße zu kriegen, hat aber nicht funktioniert. Und der einzige Trost war, dass es bei allen Handelsvertretern so war. Bei mir war es relativ schlimm und hab viel Geld verloren, das habe ich schon mal erzählt.

Und dann wusste ich auch wieder: „Tja, deine Zukunft hängt nun mal wieder davon ab, was du heute tust.“ Und ich habe dann Bewerbungen geschrieben wie ein Bekloppter.

Ich hatte kein Geld für vernünftige Bewerbungsmappen, ich habe Bewerbungen geschrieben auf Pergamentpapier, tatsächlich. Und ich habe eine Zusage bekommen dann von einem dänischen Unternehmer, ich war immer sehr skandinavisch da geprägt. Und ich habe dann wieder eine neue Branche gehabt: Ich habe mich mit Farben und Lacken beschäftigt für Holzfenster und bin dann dadurch tatsächlich wieder auch zu dieser Firma gekommen nach Goldenstedt, denn das war dann mein Kunde. Das war auch irgendwie witzig, obwohl wir damals uns getrennt hatten, ja das war relativ sauber, war trotzdem Scheiße. Stand ich halt nach paar Jahren wieder da in dem Laden und dann eben als sogenannter Lieferant. War lustig.

Was will ich dir also heute sagen, ich will dich jetzt nicht zu sehr langweilen, wie meine Bewerbung funktioniert hat auf Pergamentpapier, das war eine spannende Geschichte, sondern ich möchte dir heute diesen reichen Impuls mit auf den Weg geben, dass du – egal in welcher Situation du gerade bist, – nicht immer allzu lange grübelst.

Wieso, weshalb, warum ist mir das jetzt passiert? Manchmal ist es einfach so.
Und dieses lange Grübeln, das bringt dir keine Veränderung. Hast du ja nix von.
Ich habe ja gesagt, habe immer wieder Dinge angefangen, wo ich noch gar nicht wusste, was passiert daraus.
Kann ich das? Das Können kommt ja erst, wenn wir das machen.

Und stell dir vor, du bist mit dem Auto unterwegs oder auch mit dem Fahrrad oder du läufst und du wanderst. Und mit dem Auto hast du dich verfahren. Wenn du mit dem Fahrrad gefahren bist, kannst dich auch verfahren, wenn du wanderst, kannst du dich verlaufen. Und was machst du dann? Nützt es dir etwas, wenn du einfach stehen bleibst? Also einfach stehenbleiben, verlaufen. „Ich habe mich verlaufen.“ oder „Ich habe mich verfahren. Jetzt bleib ich stehen.“ Ja, dann kommst du auch nicht dahin, wo du hinwillst. Bringt also nichts.

Das bedeutet, auch da hängt deine Zukunft, – auch wenn sie dann nicht so langfristig ist – davon ab, was du tust.

Gehst du weiter, fährst du weiter in irgendeine Richtung? Wenn du einfach nur stehenbleibst, dann wird es irgendwann dunkel, und irgendwann fängt’s an zu regnen, wird’s kalt, du brauchst einen Schlafplatz et cetera pp.

Hängt also immer davon ab, was du tust. Und irgendeine Richtung ist einzuschlagen, damit es eben weitergeht in deinem Leben.

Und deswegen mach dir mal wirklich klar, dass egal, was du heute tust, egal, was du heute tust, deine Zukunft hängt immer davon ab, was du heute tust. Immer.

Und wenn du das Gefühl hast, das, was du heute tust, ist nicht das, was dein Leben wirklich bereichert, dass du in 3, 4, 5 oder 10 Jahren da bist, wo du wirklich, wirklich hinwillst, was immer dein Traum war, dann tue natürlich etwas anderes.

In dem Sinne, ich wünsche dir einen guten Start weiterhin in die Woche! Wenn es Mittwoch, Donnerstag oder Freitag ist, wo du den Podcast hörst, dann hast du jetzt entweder Wochenende, wenn du es am Wochenende hörst, dann hast du ein schönes Wochenende. Im Grunde ist es egal, wann du ihn hörst,denn Zukunft ist ja immer. In dem Sinne, liebe Grüße!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

Teste unverbindlich
Die Reich Methode®

Kostenlos | Endet automatisch

  • Zugang zu allen Lerninhalten
  • Teilnahmelink für Community-Calls
  • Inklusive Hörbuch von Thomas REICH

Die neusten Podcasts