#749 – Wovon ich rede, wenn ich vom Coaching rede…

Wovon ich rede, wenn ich vom Coaching rede…
Foto von Amina Filkins von Pexels

Für manche klingt Coach – wenn er oder sie es hört – fast schon so schlimm, wie Verkäufer.
Wenn ich von Coaching rede, rede ich auch von Verkaufen. Was ist darunter verstehe, kannst Du in dieser Folge hören.

>> Podcast abonnieren <<

Mehr Impulse zum Thema…

#749 – Wovon ich rede, wenn ich vom Coaching rede…

Transkript

Wovon ich rede, wenn ich vom Coaching rede…

Moin aus Hamburg, hier ist der Thomas!

Heute ist Mittwoch, du weißt Mittwoch: Jahrescoaching, Jahrescoaching ONLINE oder Jahrescoaching live oder auch Jahrescoaching einzeln. Am Montag habe ich dir ja erzählt, oder dir die Frage gestellt: „Glaubst du das?“ Also, das war diese Geschichte mit dieser E-Mail, die ich bekommen habe, und dass plötzlich natürlich ein Angebot da war für 99 € statt für normalerweise 3000. Und du hast gemerkt am Montag, dass ich von so was NICHTS, aber GAR NICHTS halte. Wenn ich von Coaching rede, dann rede ich natürlich auch von verkaufen. Ich liebe verkaufen. Jeder verkauft etwas. Also, der Typ am Montag hat ja auch was verkauft, aber die Art und Weise, die gefällt mir nicht. Und ich habe dir am Montag den Impuls gegeben, einfach reinzuspüren, ob das für dich wirklich stimmig ist.

Und heute, an diesem Mittwoch, 2. September tatsächlich schon, will ich dir eben noch mal sagen, wenn ich von Coaching rede, dann rede ich auch von verkaufen.

Ich mag es allerdings nicht, wenn Druck gemacht wird. Also „Druck machen“: Du musst verkaufen! Du musst verkaufen! Oder Verknappungsangebote, so wie auch am Montag. Manchmal gibt es natürlich wirklich, wirklich ganz bestimmte Plätze, so wie ich letzte Woche von Meet & Greet geredet habe, wo ich gesagt habe, da gibt’s 20 Plätze. Das ist nicht irgendwie Verknappung, wenn die 20 weg sind, dann sag ich wieder: es gibt wieder 20. Nein. Da gibt’s wirklich nur 20 aus dem Grund, dass wir einen Raum haben, zwar eine wunderschöne Location haben, wo eben mit den ganzen anderen Teilnehmern einfach nur in Anführungsstrichen „so viel“ Platz ist, damit es für uns passt, damit wir uns so wohl fühlen, wie es geht. Ja, du kannst nicht in ein Stadion – habe ich am Montag glaub ich auch erzählt – wo 60 000 Plätze sind, 120 000 Leute reinquetschen, es geht nun mal nicht. Also, das ist für mich alles fair, aber bei digitalen Produkten hört es auf.

Und verkaufen ist für mich ein wirklich schönes Thema.

Wenn wir vor allen Dingen einmal verstehen, dass wir uns alle jeden Tag verkaufen, jeder ist Verkäufer oder natürlich auch Verkäuferin, immer auf seine Art und Weise und immer mit seinen Themen.

Die Mutter, die will ja auch ihrem Kind das gesunde Mittagessen verkaufen. Also, wahrscheinlich will das fast jede Mutter. Und der Vater, der will seinem Sohn auf jeden Fall verkaufen, wie wichtig Fußball im Leben ist. Also, hey, das sind natürlich jetzt zwei Beispiele. Natürlich gibt’s auch viele, die den Kindern Mittagessen machen und so weiter, das ist natürlich klar. Es soll ein Beispiel sein. Und Lehrer, – weiteres Beispiel – die wollen ihren Schülern ja auch den Unterrichtsstoff verkaufen, wie wichtig dieser Unterricht, wie wichtig dieses Thema ist. Der Bäcker, der will seinen Kunden das duftende frische Brot verkaufen, und Giovanni, Giovanni der freundlicher Italiener um die Ecke, der verkauft uns nach dem Essen noch das Tiramisu und den doppelten Espresso.

Rennen wir da alle schreiend weg? Nein. Das machen wir nicht.

Also, die Kinder rennen nicht weg, wenn die Mutter den Kindern was Gesundes auf den Teller legt. Der Sohn rennt nicht sofort weg, wenn der Vater dem Sohn verkaufen will, wie wichtig eben Fußball im Leben ist. Und die Schüler in der Schule rennen auch nicht weg. Und Kunden rennen auch nicht weg, wenn sie das frische Brot riechen. Das ist nicht der Fall. Und wenn wir beim Italiener sind, bei Giovanni: „Guten Abend! Wir haben unser ganze leckere Tiramisu mit eine schöne doppelte Espresso! Wird euch gefallen!“ Ja, dann sagen wir: „Bring ran! Mach schnell!“ Da rennen wir nicht schreiend weg! Das ist verkaufen.

Warum hat allerdings verkaufen so einen verdammt schlechten Ruf? Warum gehen uns die Menschen aus dem Weg, wenn wir auf der Party, nachdem wir gefragt wurden, was wir denn spannendes berufliches machen, sagen, dass wir Verkäufer sind.

Die Antwort ist ganz einfach. Jeder, jeder hat schon schlechte Erfahrung oder auch eine ganz miese Erfahrung mit Verkäufern oder auch mit Verkäuferinnen gemacht. Wir hatten alle schon mal das Gefühl, es mag Ausnahmen geben, ok, dass wir das gar nicht kaufen wollten, doch der Verkäufer, der war so penetrant, der war so aufdringlich, ja, der hat mit uns so geredet, dass wir das letzte Stück doch auf jeden Fall mitnehmen müssen, was hat er noch irgendwie im Schrank, im Lager oder unter der Kellertreppe gefunden hat. Wir sollten es nehmen, bevor es zu spät ist, bevor es ein anderer nimmt im aller, allerletzten Moment. Also, irgendwie so „Nun kauf schon, du Arsch!“

So wie am Montag in dieser Mail, die ich da bekommen habe: „Kauf, du Arsch! Wenn du heute nicht kaufst, dann bist du wirklich bekloppt! Ja, so ein Angebot, statt 3000 jetzt für 99 oder ein Podcast für 12,99 € statt für normalerweise 139 €! Nur kauf endlich!“ Ja, genauso war das, oder so ähnlich.

So ist uns das mal irgendwie ergangen. Dir wahrscheinlich schon genauso. Wenn wir hier doch immer denken, – und die Mehrheit der Menschen, die tut das –, ich bin kein Verkäufer. Also, auch Verkäufer sagen: ich bin kein Verkäufer. Verkäufer sagen in der Regel „Ich bin kein Verkäufer, ich bin Berater. Ich will doch nichts verkaufen. Ich berate Sie! Ich will ihnen helfen! Das will ich tun, aber verkaufen will ich nix.“ Wenn allerdings niemand Verkäufer ist und, wenn es wirklich passieren würde, dass auf dieser schönen Welt plötzlich – stellen wir uns das doch mal vor –, ab morgen – also nur ab morgen, heute noch nicht, ab morgen –, wird niemand mehr irgendetwas verkaufen. Nix mehr. Nix. Gar nichts. Es gibt nichts mehr zu kaufen. Also, es verkauft niemand was, und deswegen gibt’s auch nichts zu kaufen. Was hast du dann zuerst nicht mehr zu Hause? Kein Strom. Du hast keinen Strom mehr. Es wird kein Strom mehr verkauft. Dann hast du kein fließendes Wasser mehr aus dem Hahn und nicht mal auf dem Klo. Da ist nur der Rest drin in diesem Spülkasten. Also, einmal kannst du noch und dann kommt kein Wasser mehr. Der Kühlschrank wird natürlich auch nicht mehr gekühlt. Also solltest du ein bisschen schneller essen, wenn nichts mehr verkauft wird, denn bevor dir das Zeug irgendwie verdirbt. Fange am besten mit den Vorräten aus dem Tiefkühlfach an. Mit dem Auto, heute noch schnell zur Tanke, um noch eine Dosensuppe zu kaufen. Wenn dann irgendwann natürlich der Sprit alle ist, kannst du nicht mehr nachtanken, weder den Sprit noch die Dosensuppe. Tanke ist ja dicht, die verkaufen nichts mehr. Also, pass auf, wann der letzte Tropfen durch den Auspuff gegangen ist. Aber du kannst natürlich dein Auto schieben. Ist ja super, denn Fitnesstraining kannst du auch nicht machen. Du kannst nicht mehr ins Fitnessstudio, auch die verkaufen auch nix mehr, so schieb dein eigenes Auto durch die Gegend. Doch dann kriegst du Durst, dann kriegst so’nen Durst, du kriegst, du kriegst so’nen Durst und du kriegst so’nen trockenen Hals, aber wo sollst du denn noch frisches Wasser kaufen? Es verkauft ja keiner mehr was. Und so könnte sich die Menschheit selber ausrotten. Wenn ab morgen, hey erst ab morgen, heute kannst du noch mal richtig das Regal und den Keller vollmachen, aber ab morgen wird nichts mehr verkauft. Nichts mehr. Geht das? Nein. Das geht nicht. Ohne verkaufen, kein Umsatz. Ohne Umsatz, kein Gewinn, kein Business.

Verkäufer sind wir alle.

Also, mein Impuls heute für dich am Mittwoch, der hat jetzt so nicht ganz speziell was mit dem Jahrescoaching zu tun, doch auch im Jahrescoaching, das sei dir gesagt, erkläre ich immer wieder allen Kunden, – egal, ob es Jahrescoaching live ist, Jahrescoaching ONLINE, Jahrescoaching eins-zu-eins –, ich erkläre allen immer, jeder ist Verkäufer.

Und wenn das verstanden worden ist, und dann auch anders gefühlt und gehandelt wird, anders gedacht wird: „Ach ja, stimmt, ich bin Verkäuferin! Ich bin Verkäufer! Hey! Und das ist was Gutes“,

dann klappt das Leben leichter. Dann klappt auch das Business leichter. Das ist mein reicher Impuls für dich heute.

Sei einfach froh darüber und sei stolz darauf, dass du auch Verkäufer oder Verkäuferin bist und etwas hast: deine Leistung, deine Dienstleistung, deine Expertise, dein Können, dein Wissen, dein Charme, dein Witz, was auch immer es ist. Du verkaufst dich.

In dem Sinne, viel Spaß! Einen schönen Mittwoch!

Das war, ist und bleibt Thomas REICH.

Meine neuesten Coaching Impulse für DICH

1x pro Woche direkt in deinem digitalen Briefkasten

Deine E-Mail-Adresse wird ausschließlich dazu verwendet, Dir unseren Newsletter und Informationen über die Aktivitäten von “Die REICH Methode” zuzusenden. Du kannst Dich jederzeit über den im Newsletter enthaltenen Link abmelden.

Der Podcast zum Thema